Folge 17: Daten, Menschen, Material – Die Silikonverarbeitung der Zukunft
Shownotes
Wir sind zu Gast bei Tobias Neubüser von M+S Silicon und sprechen über Digitalisierung in der Produktion und die Rolle von Silikon als leistungsfähigem Werkstoff. Wie lassen sich Prozesse nachhaltiger gestalten? Welche Potenziale bieten Automatisierung und datenbasierte Steuerung? Und welche Learnings ergeben sich auf dem Weg zur digitalen Transformation? Eine praxisnahe Folge über Effizienz, Innovation und nachhaltige Produktion im industriellen Alltag.
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00:00:00: Moin Jonathan, jetzt stehen wir hier wieder in Dortmund.
00:00:04: Ich freue mich total mit dir heute unterwegs zu sein.
00:00:06: der Kai ist leider nicht dabei aber wir beide haben wieder das Vergnügen.
00:00:10: schön dich wiederzusehen.
00:00:11: wo sind wir denn eigentlich gerade?
00:00:13: Ja grüß dich Gregor von mir auch.
00:00:15: hallo Wir stehen endlich mal wieder auf dem Parkplatz und zwar auf den Parkplatz von M&S Silikon Und da sind wir sogar bei Tobias Neubüser uns gespannt was er uns erzählen wird.
00:00:26: die Firma ist Ich will nicht sagen alter Bekannter, aber wir standen schon mal in Kontakt.
00:00:30: Da werden wir auch gleich mal drüber reden mit dem Tobias.
00:00:34: und ja ich bin gespannt!
00:00:36: Ja ich auch.
00:00:36: dann schauen wir noch mal rein.
00:00:38: Willkommen bei Fünf vor Grün den Podcast aus der Region Westfalen Mit spannenden Insights von Menschen mit richtig guten nachhaltigen Ideen Und los
00:00:47: geht's.
00:00:49: Ja herzlich willkommen Tobias.
00:00:51: schön dass wir hier sein dürfen.
00:00:53: Wir sitzen jetzt heute hier bei MS Silikon an meiner Seite.
00:00:56: der Jonathan Tobias, schön dass du da bist.
00:00:59: Ja!
00:01:00: Hallo auch von meiner Seite.
00:01:01: Du freut mich auch das ihr hier gekommen seid und die mir hier eingeladen hat in euren Podcasts.
00:01:06: Ja erste Frage, du willst jetzt gleich schon loslegen ne?
00:01:09: Aber genau stell dich doch erstmal selber vor wer bist du denn eigentlich?
00:01:13: Ja wie du gerade schon gesagt hast mein Name ist Tobias Neubüser bin aktuell vierundzwanzig Jahre alt arbeite seit vierenhalb vier drei Viertel Jahren bei der M&S Silikon habe hier meine Ausbildung gemacht als Industriekaufmann Mittlerweile dann seit guten anderthalb zwei Jahren im Vertriebsaustendienst tätig für die Firma und betreue hauptsächlich die Kunden, ich sag mal Norddeutschland bis hoch nach Skandinavien.
00:01:38: Teilen wir das so mit meinen drei anderen Arbeitskollegen auf im Außendienst jetzt neuerdings auch noch zuständig fürs Marketing.
00:01:50: Cool!
00:01:50: Was hat dich denn dazu bewogen hier anzufangen?
00:01:53: Ich habe ursprünglich gestartet in einem Studium tatsächlich Ganz klassisch zur Corona-Zeit.
00:01:58: Aus der Schule, aus dem Abi rausgefallen, wusste nicht was ich machen sollte, gut machst ein Studium, habe an der TU in Dortmund studiert und Bauingenieurwesen zwei Semester.
00:02:05: Hab gemerkt das war gar nicht meins!
00:02:07: Ich muss das Praxisbezogener haben und hab mich dann recht kurzfristig bei der M&S beworben.
00:02:14: Das hat auch glaube ich alles innerhalb von einem Monat von Bewerbungen bis Vertragsunterschrift funktioniert.
00:02:20: Hab dann hier angefangen die Ausbildung und da ist es auf jeden Fall deutlich praxisorientierter hier.
00:02:25: Man ist nah am Kunden dran.
00:02:27: Man kriegt direkt auch als auszubildender Verantwortung übertragen, dass man sich so ein bisschen ausprobieren kann.
00:02:33: auf jeden Fall und das ist echt eine coole Angelegenheit gewesen.
00:02:36: für mich also von meiner Seite aus nichts falsch gemacht
00:02:38: Und wir haben schon gehört Norddeutschland Skandinavien es wird international.
00:02:43: Dann erzähl doch mal ein bisschen über die MS-Silikon.
00:02:46: Was genau macht ihr?
00:02:47: Was ist das für ein Unternehmen, was vertreibt ihr?
00:02:49: Ich habe kurz auf eurer Webseite auch gesehen.
00:02:51: Ihr seid in den verschiedensten Branchen unterwegs, Automotive, Gesundheitswesen.
00:02:55: Erzähl mal ein bißchen.
00:02:56: Wir grundsätzlich als die Firma Muntest Silikon hier in Dortmund produzieren Silikoprofile.
00:03:01: Das ist gar nicht das, was man so unter Silikonen kennt, dieses Fugensilikon im Bad.
00:03:06: Genau das machen wir nicht aus dem Kartuschen Sondern wir machen wirklich Profile, die kennt man aus Kühlschrankdichtungen.
00:03:12: Aus Fenster-Dichtungen im Bahnbereich wie du gerade schon sagtest in dem Automobilbereich.
00:03:18: Wir produzieren quasi die Metawahre und können sie dann hinterher noch veredeln.
00:03:21: Wir verstehen uns da so ein bisschen als Komplettanbieter im Bereich Silikon.
00:03:25: also wir versuchen alles abzudecken von von Profilen über Rahmen über Ringe, die wir dann noch verkleben, vulkanisieren.
00:03:32: Wir schauen uns das ja dann gleich nochmal der Produktion so ein bis hin an, wie das aussieht Und daraus können dann tatsächlich für alle Bereiche Lösungen entwickelt werden.
00:03:42: Es ist ein Nischenmarkt, aber es ist ein echt sehr interessanter Nischenmarkt auf jeden Fall!
00:03:48: Jetzt ist es ja so – es gab ein vorheriges Projekt da gab's auch den InnoShack.
00:03:53: Da seid ihr im Bereich Digitalisierung habt ihr eine Förderung mitgenommen.
00:03:57: Wie wichtig ist denn bei euch eigentlich das Feld der Digitalisierung?
00:04:01: Was ist seitdem vielleicht auch passiert?
00:04:03: Die Fördering durch das Lahnhof und das Ephrae.
00:04:05: was dann hinterher vom Inno-Check, soweit ich weiß noch einmal weitergetragen worden ist, Marketingtechnisch hat quasi umfasst wie wir unsere Produktionsprozesse deutlich schlanker gestalten können.
00:04:17: Also sprich wenn wir jetzt ein neues Werkzeug brauchen also ein Kunde kommt zu uns mit einer Zeichnung sagt das möchte ich aus Silikon haben Dann müssen wir einen Extrusionswerkzeug dafür entwerfen Ist ein Mundstück kann man sich vorstellen wie wenn man Zuhause Spritzgebeck macht.
00:04:33: Also man hat dann den Fleischbulf, wo der Teig oben reinkommt.
00:04:36: Auf der einen Seite ist halt das formgebende Werkzeug, das Extrusionswerkzeug und da mussten wir früher immer mit einem erfahrenen Techniker, mit dem erfahrenen Werkzeugmechaniker das Werkzeug entwerfen.
00:04:46: es gab verschiedene Probeläufe und man hat sich quasi an die Kontur, die hinterher stehen soll ran getastet.
00:04:54: Und durch diesen Inno-Check haben wir zusammen mit der Janus Simulations GmbH in ihrem Produkt des Strömungsraums ein Software-Tool bekommen, wo das Fließverhalten vom Silikon vorhergesagt werden kann bzw.
00:05:07: vorher berechnet werden kann so dass wir uns einige Werkzeugschleifen um die anzupassen schon sparen können und dadurch dann tatsächlich echt ordentlich Silikonen als auch Arbeitszeit als auch natürlich CO² einsparen konnten.
00:05:19: Wow okay Ich meine, ich bin jetzt überhaupt nicht der Techniker.
00:05:21: Muss ich dazu ehrlich gestehen und ein bisschen verstehe ich dann immer auch Bahnhof wenn mir das dann jemand auf diese Art und Weise erzählt aber... Das heißt ich höre dabei raus dass hat bis heute noch für euch einen positiven Effekt, dass ihr diese Förderung erhalten habt und ihr arbeitet immer noch damit?
00:05:37: Genau wir arbeiten immer noch da mit.
00:05:39: Das System ist so langsam an seinem Zenit angekommen.
00:05:43: Da ist Janus aber auch schon dabei oder es gibt schon ein Nachfolgemodell.
00:05:48: was jetzt KI basiert ist vor.
00:05:49: Früher war das noch nicht KI basiert.
00:05:51: Das ist jetzt schon sieben Jahre her, wo das angefangen hatte und auch da sind wir gerade schon wieder mit der Janus GmbH in Gesprächen...
00:06:02: Konnt ihr ja auch aus der Region?
00:06:03: Die kommen auch aus Dortmund tatsächlich!
00:06:04: Ja, guck mal.
00:06:05: Das war ein schönes Beispiel.
00:06:08: den Wissensdienstleister und den Anwender zusammen vernetzt in der Region finde ich schön.
00:06:13: Auf jeden Fall!
00:06:13: Ries gut!
00:06:14: Habt ihr denn abgesehen davon noch Ansätze diese die Daten noch weiter nutzbar zu machen, seit ihr irgendwie an dem Thema digitaler Produktpass irgendwie dran?
00:06:23: oder generell Datenerfassung bei euch?
00:06:25: Bei euren Maschinen.
00:06:26: Ja wir haben verschiedenste Systeme schon implementiert beispielsweise eine CRQ Software heißt beispielsweise BAPTEC.
00:06:35: da können wir Maschineparameter direkt mitschreiben während die Maschine läuft.
00:06:40: ist hauptsächlich jetzt für QS Themen gedacht dass man hinterher überprüfen kann okay was es vielleicht falsch gelaufen wenn mal etwas falsch gelaufe sein sollte.
00:06:47: Nichtsdestotrotz wird das digitalisiert.
00:06:49: Ansonsten, ich sag mal klassischerweise arbeitet man natürlich mit einem ERP-System.
00:06:54: Das zähle ich jetzt aber auch schon wieder irgendwo nicht als Digitalisierung.
00:06:57: Das ist ja Marktstandard.
00:06:59: Aber wir sind gerade sehr stark dabei noch eine Wissensdatenbank aufzubauen.
00:07:05: Ich sag mal so ein internes ChatGBT-mäßig wo man dann abteilungsweit seine Information sich nochmal raussuchen kann ohne großartig irgendwie suchen zu müssen.
00:07:16: Ist das denn direkt aufbaut und auf den InnoShack damals entstanden oder ist es jetzt eine neue Entwicklung?
00:07:20: Das
00:07:20: ist ne neuere Entwicklung tatsächlich.
00:07:22: Weil ich hatte
00:07:22: auch gelesen, dass es Überlegungen gab beim letzten Inno-Shack diesen Prozess noch weiter nutzbar zu machen mit weiterer Datenerfassung.
00:07:30: Bin ich ehrlich gesagt nicht so unfassbar tief mehr drin.
00:07:33: also soweit Ich weiß is'dass mit dem Inno Shack ausgelaufen Und da kann ich mich vertun.
00:07:46: Okay, aber grundsätzlich wir sind ja ein Nachhaltigkeitsprojekt.
00:07:49: jetzt in der nächsten Durchlaufzeit wo wir dabei sind gehört natürlich Digitalisierung dazu.
00:07:55: Aber mit dem Fokus auf Einsparen CO zwei andere Emissionen die man einsparen kann Und vielleicht jetzt auch noch mal allgemeiner gefragt, welchen Stellenwert hat in dem Zusammenhang nicht nur die Digitalisierung?
00:08:06: Das hast du ja gerade eben schon beschrieben.
00:08:07: Dass KI ihr versucht euch da immer mehr so hineinzuwühlen und das Thema KI wie man Prozesse damit verbessern kann und vielleicht auch noch nachhaltiger gestalten kann.
00:08:16: aber allgemeinar gefragt Welchen Stellen Wert hat das Thema Nachhaltigkeit für euch?
00:08:21: Nachhaltigkeits hat auf jeden Fall ein sehr hohen Stellenwert.
00:08:24: Da gibt es sehr viele Wege wie wir da auch Einfluss nehmen können.
00:08:27: Beispielsweise haben wir letztes Die letztes Jahr, beziehungsweise vorletztes Jahr eine Photovoltaikanlage bei uns aufs Firmendach gebaut.
00:08:35: Da sind wir jetzt thirty-fünf Prozent mit Autark also sag mal ein gutes Drittel können damit fast einen Megawatt Pieckleistung abrufen.
00:08:44: das hilft uns auf jeden Fall schon ziemlich sehr in der Produktion weil wir einfach ein energieintensives Unternehmen sind.
00:08:51: es wird viel geheizt über Strom und da geht dann natürlich viel Energie dafür benötigt.
00:08:58: Und grundsätzlich gibt es dann noch Möglichkeiten, das Silikon noch einmal etwas nachhaltiger einzukaufen.
00:09:05: Da gibt's dann von den verschiedenen Rohstoffherstellern wo wir unsere Produkte von Beziehen nochmal nachhaltigere Versionen und von den Bestands-Versionen.
00:09:15: also unsere Rohstoff Hersteller sind gerade dabei da nachhaltige zu werden und wir nehmen das natürlich auch mit an.
00:09:23: Du hattest grad schon gesagt dass ist gewissermaßen ein Nischenmarkt in dem ihr unterwegs seid?
00:09:28: Wie verändern sich denn die Ansprüche auf dem Markt und von euren Kunden, was Nachhaltigkeit angeht?
00:09:32: Dort ist gesagt ihr versucht das von euch aus schon selbst bei eurem Zulieferern nachhaltigere Produkte einzukaufen.
00:09:39: Seht ihr das auf den Markt wiedergespiegelt oder spielt da diese Nischenrolle immer noch irgendwie mit rein?
00:09:45: Es spielt definitiv immer größer während einer Rolle.
00:09:49: also man kriegt viel viel häufiger auch die, sagen wir die rechtlichen Anfragen mit wieviel CO-Zwei verbraucht ihr?
00:09:57: Was ist euer Carbon Footprint?
00:09:59: Wie viel CO² ist jetzt genau für unser Silikonprofil in die Umwelt wieder zurückgegeben worden.
00:10:06: Die Nachfragen von den Kunden sind auf jeden Fall auch da, dass wir gemeinsam mit den Kunden die CO²-Emission einsparen können und verschlanken können.
00:10:17: Es gibt von beider Seiten aus Ambitionen das auf jedenfall zu verbessern.
00:10:21: Aber seht ihr es als Wettbewerbsvorteil wenn Ihr schon so früh am Start seid euch darum herumzukümmern gegenüber Mitbewerbern?
00:10:28: Definitiv.
00:10:28: Ja, das ist auf jeden Fall ein Wettbewerbsvorteil.
00:10:31: wo man schneller besser und vielleicht auch für die Zukunft gewappnet ist.
00:10:34: ja
00:10:35: Und an welchen Stellen würdest du denn sagen lässt sich am besten in diesem ganzen Produktionsprozess rund um das Silikon?
00:10:43: Wo sind da die größten Einsparpotenziale?
00:10:45: also geht es darum Energieverbräuche zu drosseln?
00:10:48: Geht es darum die Produktion besser zu automatisieren und dadurch Einspar Potentiale zu erzeugen?
00:10:55: Oder kann man vielleicht sogar beim Stoffsilikon irgendwelche Vorteile gewinnen?
00:10:59: Dadurch, dass man zum Beispiel Rezyklate benutzt oder dadurch das man eine andere Stoffzusammensetzung hat.
00:11:05: Was meinst du dazu?
00:11:07: Also auf jeden Fall sind die meisten Einspruchpotenziale meiner Meinung nach wie vorhin schon gesagt in dem Strömungsraum vom Janus auf jeden fall da weil David viel getestet wird.
00:11:16: Viel ist auch mal in der Testphase, in der Wegzeugauslegungsphase weggeworfen was dann hinterher Schrott ist und dann recycelt werden kann.
00:11:24: Automatisierungen sind auf jeden Fall auch ein großes Thema, wo man dann besonders technisch nicht so hochkomplexe Produkte einmal einrichtet und die automatisch durchfahren und man nicht noch mal einen Werker daneben stellen muss.
00:11:36: Recycling von Silikon bzw das Wiederverwenden von Schrott ist im Silikombereich recht schwierig da man das jetzt nicht so wie Kunststoff einschmelzen oder wieder verwenden kann.
00:11:47: Die Molekülkette ist gesetzt und kriegt man nicht mehr aufgecracked.
00:11:52: Aber gibt es irgendwie Ideen, wie man vielleicht den Stoff substituieren kann?
00:11:57: Also ersetzen kann durch einen anderen Stoff?
00:12:00: oder wäre das auch noch Neuland gerade im Moment.
00:12:03: Neuerstoff wäre auf jeden Fall Neulands.
00:12:06: Wie ich vorhin gesagt hatte dass die Rohstofflieferanten da gerade dabei sind nachhaltigere Varianten zu entwickeln, dass man zwischen Produkte in der Herstellung von Silikon dem System entnimmt und hinterher wiederzuführt Das ist auf jeden Fall ein Bereich, wo man das noch sehr gut machen kann.
00:12:22: Aber ansonsten die Dichtung muss eine bestimmte Größe haben, die es ja auf den Kunden spezifisch angepasst.
00:12:28: Da kann man dann kein Material einsparen.
00:12:31: Weil da, wo das Material ist, da muss es auch leider sein.
00:12:34: Okay und so wie ich das jetzt verstanden habe macht ihr quasi... Spezialanfertigung für eure Kunden nach deren Wünschen, die wollen ein bestimmtes Produkt oder ein bestimmdes Werkzeug haben und ihr testet dann erst mal aus und guckt wie sich das bei euch realisieren lässt.
00:12:49: Wir hat es jetzt gerade gesagt Automatisierung spielt bei euch auch eine Rolle.
00:12:52: Wie implementiert ihr denn wenn jetzt immer ein neues Werkzeug angefertigt werden muss?
00:12:57: Immer neue Formen gegossen werden muss?
00:12:59: da kann man ja nicht einen Roboter hinstellen der das dann alles automatisch kann.
00:13:02: ich stelle mir vor dass ist noch sehr viel Handarbeit.
00:13:04: Ja das ist definitiv sehr viel handarbeit.
00:13:07: Es ist mehr oder weniger, wenn man das so sagen möchte auch eine Manufaktur irgendwann.
00:13:12: Wir können insbesondere automatisieren bei unserem Schwesterwerk in Saarbeck.
00:13:17: Dort haben wir Flüssigsilikon im Einsatz.
00:13:20: Das sind dann ganz kleine Dichtungen wirklich ganz klein und davon braucht der Kunde aber hunderttausende bis Millionen Stück Und die werden tatsächlich vollautomatisch gespritzt, entformt und fallen in den Kisterreisen müssen nur noch verpackt werden Das war's.
00:13:38: Da kann man sehr, sehr gut im Silikonbereich automatisieren.
00:13:41: Hinterher wenn es dann wie gesagt in die Veredelung geht ist das eine Manufaktur.
00:13:45: da ist leider aktuell schwierig.
00:13:47: was zu automatisierend.
00:13:48: wir sind natürlich mit Maschinenunterstützung dran aber das Gute bei Silikonen ist dass es halt zum Beispiel nicht so schwer ist wie jetzt bei den Ketten bei euch von dem Kollegen von JD Teile wo man dann eine große Belastung vom Mitarbeiter nehmen muss und auch sollte So, was haben wir dann hier nicht?
00:14:07: Okay.
00:14:08: Dann will ich mal sagen... Lass uns doch mal diese Manufaktur anschauen und werfen wir einen Blick in die Produktion!
00:14:13: Auf jeden Fall sehr gerne!
00:14:14: Let's
00:14:14: go!
00:14:18: Ja also wirklich beeindruckend.
00:14:20: Ich habe so viele verschiedene Kistkartons und Produkte gesehen.
00:14:24: Das sah aus wie Gatenschläuche.
00:14:26: Das sah auch aus wie eine Dichtung vom Kühlschrank.
00:14:27: Es sah aus als eine Drichtung von, keine Ahnung, einer Straßenbahn oder von einem Motor.
00:14:31: Eine riesige Vielfalt an Produkten, die hier rumliegen.
00:14:35: Einfach Hammer.
00:14:36: Ja, das ist auf den ersten Blick es mehr erschlagen.
00:14:38: Das ging mir damals auch so.
00:14:42: Wie ich gerade schon sagte wir sind irgendwo komplett ein Bieter im Silikonbereich.
00:14:44: Wir machen alles und sind uns für nichts zu schade.
00:14:47: Und das spiegelt sich dann natürlich in unserer Produktion wieder.
00:14:52: Wir waren jetzt grad eben auch im Lager und da hast du gesagt wie viel waren das?
00:14:55: Achttausend?
00:14:57: Erzähl das nochmal!
00:14:57: Das fand ich total beeindruckend.
00:14:59: Wir sind mittlerweile in unseren fünfzwanzig Jahre bestehen.
00:15:02: dieses Jahr haben wir über acht tausend Extrusionswerkzeuge.
00:15:05: Dazu zusätzlich kennen dann noch mal die Formteil-Werkzeuge und auch andere Hilfsmittel, aber nur für verschiedene Geometrien haben wir über acht Tausend verschiedene.
00:15:14: Wow!
00:15:14: Das ist wirklich beeindruckend.
00:15:16: ich finde das total spannend diese Vielzahl an Produkten, die ja hier anscheinend im Sortiment haben was ihr alles fertigen könnt.
00:15:22: Aber vielleicht kannst du uns gerade nochmal mitnehmen?
00:15:24: Was sehen wir denn jetzt hier?
00:15:25: Was ist denn dieses Silikon eigentlich?
00:15:28: Ja grundsätzlich ist Silikonen echt ein cooler Werkstoff womit wie ich euch ja gerade schon gezeigt habe man viel machen kann.
00:15:34: von Bahndichtungen, Fenster, Türen, Kühlschränke ist alles möglich.
00:15:41: Das ist komplett offen.
00:15:43: Es ist quasi die Lösung des Problems am Ende des Tages.
00:15:47: Wenn ich das richtig gesehen habe dann ist es wie Ton hast du ja gesagt und was passiert damit?
00:15:52: Also wird er geknetet oder...
00:15:54: Ja genau also grundsätzlich der Silikon-Rohstoff der ist so wie knete wie tonen wie du gerade sagtest.
00:16:01: Und dann haben wir noch einige Aditive und Vernetzer, die wir da hinzufügen können.
00:16:05: Was sind das für ein Vernetzer?
00:16:07: Ein Vernetzers ist mehr oder weniger... was ist der beste Vergleich?
00:16:13: Der Vernetzern macht quasi dass diese Silikronenmasse nicht mehr Knete ist sondern am Ende fest wird.
00:16:19: Das passiert dann hinterher, der wird aktiviert über Hitze.
00:16:23: So passiert das.
00:16:24: Wahrscheinlich kannst du das am besten vergleichen mit einem Eier in dem Teig So ein
00:16:30: bisschen Windemittel.
00:16:31: Genau, und ich hätte gesehen oder dort ist gesagt wir sind an irgendwas vorbeigegangen.
00:16:35: das hast du Klimatauer genannt.
00:16:37: was hat es damit auf sich?
00:16:38: Genau im Zuge mit der Photovoltaikanlage die wir jetzt vor ein zwei Jahren aus Dach installiert haben haben wir auch Wärmepumpen angeschafft.
00:16:47: wenn wir uns in jeder Halle von unseren vier Produktionshallen zwei Klima-Tower stehen womit wir dann im Sommer kühlen und im Winter heizen können dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es auf jeden Fall immer angenehm haben
00:17:00: Super!
00:17:00: Und dann hast du auch eben noch erzählt, wie er überhaupt zu diesen unterschiedlichen Formen eigentlich kommt.
00:17:07: Also der Kunde kommt und hat eine Idee für ein Produkt und dann geht es weiter?
00:17:11: Wie kommt das denn dieser Stoffzusammensetzung, dass genauer das Kunde das ideale Produkt eigentlich erhält?
00:17:18: Genau für solche Fälle haben wir
00:17:20: einen
00:17:21: eigenesten Haus internes Labor wo wir in Absprache mit dem Kunden zusammen die perfekte Lösung oder das perfekter Compound für seinen Bedarfsfall entwickeln können, oder darauf zurückgreifen können.
00:17:35: Okay also ich fand es toll!
00:17:38: Ich würde sagen wir setzen uns noch mal ins Kämmerchen und machen einen kleinen Wrap-up.
00:17:42: Ja das finde ich auch gut.
00:17:44: dann zurück in Studio.
00:17:49: Gut wir sitzen wieder im gemütlichen Studio sage ich mal Danke dass wir einen Einblick haben durften in eure Produktion.
00:17:56: ich fand sehr beeindruckend wie viele verschiedene Produkte einfach produziert.
00:18:00: Sehr gerne.
00:18:00: Ich
00:18:01: hätte jetzt die Frage, wenn ihr in die Zukunft blickst und vom jetzigen Standpunkt aus.
00:18:06: Wo seht ihr noch Hürden bei der Umsetzung von Produktionsweisen?
00:18:11: Seins technologische Hürde oder wirtschaftliche?
00:18:14: Und wo seht Ihr euch so in fünf bis zehn Jahren?
00:18:17: Habt ihr eine Vision, wo ihr hin wollt?
00:18:19: Was hindert Euch da gerade noch dran?
00:18:20: Wir haben tatsächlich vor einigen Wochen erst unsere Werte und Vision neu verfasst.
00:18:27: Da zählt insbesondere dazu, dass wir uns ein Ziel gesteckt haben bis zum Jahr zwölf neunundzwanzig.
00:18:32: Ein rentables agiles und auch ökologisches Unternehmen zu sein sprich insbesondere bei der Agilität.
00:18:41: Wir sind ein gewachsenes Familienunternehmen Inhaber geführt immer noch Es kam gerade noch.
00:18:48: die Tochter von unserem Gründer wurde letzte Woche Mittwoch mit in den Geschäftsführungen aufgenommen.
00:18:53: also der Generationswechsel steht in Zukunft so langsam an und wir möchten uns auf jeden Fall unsere Agilität auf dem Markt beibehalten, dass wenn ein... Und auch noch fördern.
00:19:05: Dass wenn ein Kunde zu uns kommt und der dann Problem ist, dass sie eben auch kurzfristig helfen können und nicht sagen Wir brauchen noch vier bis fünf Wochen, bis wir die helfen konnten sondern im Optimalfall das dann in zwei Wochen abwickeln zu können, wenn es brennt
00:19:19: Spannend.
00:19:20: Dieses Thema mit der nächsten Generation, das begleitet uns zwischen... Nee es lässt uns nicht los!
00:19:25: Das ist echt interessant, dass wir merken, wenn die nächste Generation kommt, dass dann dieses Thema Werte-Vision vielleicht auch ökologische Nachhaltigkeit immer präsenter wird?
00:19:36: Definitiv.
00:19:37: Ich meine ... Ein Thema, was unsere Generationen besonderen sehr stark beschäftigt.
00:19:43: Und die Baby-Boomer-Generationen, die jetzt so langsam in Rente geht mussten sich natürlich nicht so stark damit auseinandersetzen und dadurch kommt dann immer der augenscheinlich etwas härtere Cut ist extrem durch die Babyboomer, die im Rente gehen oder auch bei euch, dass man das einfach immer so häufig hört.
00:20:01: Das andere Akkulität in Zeiten von multinationalen Krisen Instabilitäten ist auch häufig ein Thema, dass man dann merkt muss irgendwie lernen damit zurechtzukommen mit diesen Herausforderungen die einem da begegnen.
00:20:14: Die oft unplanbar sind.
00:20:18: Spannend!
00:20:19: Was würdest du denn sagen von dem wo ihr jetzt gerade steht oder von den Entwicklungsschritten her?
00:20:24: wie geht es da jetzt gerade weiter?
00:20:26: Also ihr habt jetzt Visionenwerte verfasst und zusammengetragen.
00:20:31: ich denke mal ihr werdet jetzt erstmal noch irgendwie vielleicht Maßnahmen ableiten davon.
00:20:37: Aber was sind vielleicht auch deine Wünsche, wie es jetzt weitergeht?
00:20:40: Meine Wünschen sind auf jeden Fall so ein cooles Team und junges Team wir dann doch tatsächlich sind hier bei der M&S dass das so bleibt, dass das Arbeitsklima so bleibt weil das ist wirklich ein sehr schönes.
00:20:54: Arbeitsklippern muss man sagen Wir sind irgendwo nicht nur Arbeitskollegen, wir gehen auch noch gemeinsam nach dem Feierabend zusammen.
00:21:01: eine Runde Fußballzocken drüben bei Soccer City Auch wenn es schwierig klappt, natürlich irgendwo mit Schichtdienst und anderweitigen familiären Verpflichtungen die man auch hat.
00:21:14: Dadurch dass wir viele junge Väter hier in der Firma haben und auch junge Mütter.
00:21:18: Aber grundsätzlich ist das wirklich ein super cooles Arbeitsklima wo ich hoffe und auch eigentlich zuversichtlich bin, dass das so bleibt und mit dem man auf jeden Fall in die Zukunft starten kann und vielen noch bewegen kann.
00:21:29: Gut Gregor dann würde ich an diesem Punkt jetzt dazu übergehen die Abschlussfrage zu stellen.
00:21:34: Host den Tobi.
00:21:37: Und zwar wenn du ein Gedanken, eine Message, einen Takeaway vom heutigen Tag oder von deiner Arbeit hier bei M&S Silicon hast die nur unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern mitgeben.
00:21:49: wollen wir das?
00:21:49: Welcher wäre das?
00:21:51: Ja bitte macht euch nicht so großen Kopf was gerade in der Welt passiert.
00:21:55: Was da alles abgeht ist es aktuell besonders schon in diesem Jahr natürlich super viel.
00:22:01: Ich würde das jetzt gerne beenden mit einem Spruch, den mir mein Mentor, der Martin Richter, von dem ich viel im Außendienst lernen konnte.
00:22:08: Den er einmal sagt, mit dem würde ich es gerne beende und das ist schlicht weg und einfach.
00:22:12: alles wird gut.
00:22:14: Gutes Abschließnisfahrt!
00:22:16: Alles klar Gregor?
00:22:17: Ja also auf jeden Fall heute wieder viel gelernt und ich nehme mir eine Prise Optimismus mit.
00:22:22: Alles
00:22:23: wird gut!
00:22:24: Danke dass wir bei euch hier zu Gast sein durften Tobi.
00:22:26: Sehr sehr gerne
00:22:27: Und bis zum nächsten Mal bei Fünfer Grün.
00:22:29: Das
00:22:30: war Fünf vor Grün.
00:22:31: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:22:32: Wenn du Interesse an dem Thema hast und ein Teil davon werden möchtest, dann melde dich gerne bei uns über LinkedIn oder auf regionwestfalen.de.
00:22:40: Dieser Podcast wird präsentiert von Indie-Region Westfalen – das ist ein Kooperationsprojekt der Wirtschaftsförderungen aus den Regionen Hagen, Hamm, Bochum, Dortmund und dem Kreis Uner und wird realisiert durch Förderung des Europäischen Funds EFRE NRW und dem Land NRW.
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