Folge 22: Läuft wie geschmiert.
Shownotes
Was haben Windräder, Wasserhähne, Maschinen und unser Alltag gemeinsam? Ohne den richtigen Schmierstoff läuft vieles buchstäblich nicht rund. Bei BECHEM sprechen wir mit CTO Max Jopen über seinen Weg ins Unternehmen, die vielfältigen Einsatzbereiche von Schmierstoffen und die Frage, was einen wirklich guten Schmierstoff ausmacht. Dabei wird es sogar hörbar: Wir bekommen demonstriert, wie sich ein fehlerhafter Schmierstoff bemerkbar macht. Zum Schluss geht es um Nachhaltigkeit, erdölbasierte Rohstoffe und die Frage, wie viel Bürokratie Innovation eigentlich verträgt.
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00:00:00: Mensch Gregor, das läuft ja wie geschmiert mit unserem Podcast.
00:00:04: Schon wieder eine neue Folge!
00:00:07: Ja okay... Das könnte jetzt ein bisschen zu billig gewesen sein der Gag.
00:00:13: Wir sind bei einem Schmilchstoffhersteller und wir sind in Hagen.
00:00:16: Richtig Kai, es ist lustig dass du das sagst.
00:00:19: ich hatte den Gag nämlich auch auf den Lippen Und wir sind bei Bechem im Hagen und die stellen Schmilchschauffer her.
00:00:25: Ich bin super neugierig weil sie selber sagen Schmiedstoffe per See nachhaltig sind.
00:00:31: Wir sprechen heute mit Max Jopen und ich bin gespannt, ob er diese These vertritt und wie das damit zusammenhängt?
00:00:40: Einem Mineralöl-basierten Produkt, da bin ich auch gespannt!
00:00:44: Gehen wir mal rein.
00:00:45: Willkommen bei Fünf vor Grün, dem Podcast aus der Region Westfalen mit spannenden Insights von Menschen mit richtig guten nachhaltigen Ideen.
00:00:53: Und los
00:00:54: geht's... Hallo, hier sind wir wieder.
00:00:57: Hier ist wieder Fünfer Grün der Nachhaltigkeits-Podcast von Indiregion Westfalen mit einer Reihe von richtigen Premieren.
00:01:04: Mein Name ist Kai Bandermann und ich bin auch diesmal wieder nicht allein?
00:01:07: Ne genau!
00:01:08: Ich bin auch wieder dabei Gregor Meller aber wir stehen wie immer nicht alleine hier und aber vor allem heute.
00:01:14: was ganz Besonderes Wir stehen im richtigen Studio Wow und wir wohnen sogar willkommen geheißen.
00:01:20: Banner von uns mit unserem Logo und so weiter.
00:01:22: Genau,
00:01:23: das war Premiere eins und zwei.
00:01:24: die dritte ist.
00:01:25: wir haben Hausausweise Besucherausweise bekommen wo unsere Namen und haltet euch fest fünf vor grün unser Podcast.
00:01:33: Also
00:01:33: mehr Wertschätzung geht ja gar nicht.
00:01:34: Max was ist da los?
00:01:36: Schön dass ihr
00:01:37: hier seid.
00:01:40: Wir sind bei Max Jopen bei Bechem in bei Karlbechem-Bechem Inhagen.
00:01:45: Ja, vielleicht als erstes Max.
00:01:48: Vielleicht erzählst du mal ein bisschen zu dir wer Du hier bist wie Du hingekommen bist damit wir verstehen warum Du genau der Fachmann für uns heute für dieses Nachhaltigkeits Thema Aussicht von Bechern bist?
00:01:59: Ja sehr gerne!
00:02:00: Mein Name ist Max Joppen.
00:02:01: ich bin vom Hause aus Chemiker.
00:02:03: Ich habe irgendwann einmal in Dortmund angefangen chemisch zu studieren.
00:02:05: Da müsste so im Jahr und dreizehn gewesen sein hab dann im Prinzip mein Bachelor Master ganz normal gemacht werde.
00:02:12: Gang habe mich vor allem mit Polymer Chemie beschäftigt und bin dann nach meinem Master irgendwann in die Promotion gekommen.
00:02:19: Und das war tatsächlich auch mein erster Berührungspunkt mit Bechem, weil ich im Förderprojekt von der FNR – das ist die Fachagentur für Nachwachsendruhstoffe in Deutschland – zusammen gearbeitet hab und da habe ich drei Jahre in Kooperation promoviert.
00:02:31: Zusammen mit der RWTA Aachen, genau genommen dem Institut für Maschinelemente halt der Arbeitsgruppe bei mir in Dortmund und halt Bechem in der Fed-Abteilung.
00:02:39: Und wie der Name Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe schon sagt, fing da auch das Thema Nachhaltigkeit mit Fokus bei mir an.
00:02:45: Weil wir damals uns im Prinzip schon darauf konzentriert haben, nachhaltige Verdickersysteme zu finden für Schmierfette.
00:02:50: und das war dann so mein erster Einstieg.
00:02:52: und als ich dann fertig war mit der Promotion Ende einundzwanzig hat man mich dann gefragt ob ich nicht hier anfangen möchte.
00:02:58: ja und so habe ich meinen Weg zur Beche gefunden.
00:03:02: Eingangs dann tatsächlich erst mal in der Analytik hab' mich also um analytische Fragestellungen Qualitätssicherung gekümmert Und nach einem Jahr bin ich dann im Prinzip zur gesamten Laborleitung aufgestiegen, global.
00:03:12: Ja und seit letztem Jahr darf ich mich auch offiziell CTO nennen.
00:03:15: Wow,
00:03:16: Glückwunsch!
00:03:16: Dankeschön.
00:03:17: Im Prinzip der selbe Job wie vorher aber am Prinzip haben wir uns ein bisschen internationaler mit unseren Titeln ausgerichtet und deswegen die Stelle.
00:03:24: Okay jetzt hast du selber schon angesprochen CTO.
00:03:27: was heißt diese Rolle für dich?
00:03:29: Und was beschäftigt dich vielleicht auch innerhalb dieser Tätigkeit in dieser Rollenbeschreibung?
00:03:34: Also CTO steht ja für Chief Technology Officer.
00:03:37: Die meisten Leute verbinden das direkt mit irgendwas mit IT, weil Technologie klassischerweise IT ist und da muss ich immer bremsen, weil tatsächlich das einzige was ich mit IT zu tun habe ist die Anwendung bei der Software oder mit KI.
00:03:50: aber ich programmiere nicht.
00:03:51: Ich hab' mit Hardware nur indirekt zu tun sondern ich beschäftige mich mit analoger Technologie nämlich Schmierstoffe Und das ist auch das, was ich in der Rolle mache.
00:03:59: Wir sind relativ breit aufgestellt.
00:04:01: also wir haben jetzt nicht nur Schmierfette, wir machen auch Öle und im Prinzip auch ölige Schneidmedien.
00:04:05: Wir machen Wassermischbare Kühlschmilchstoffe, was dann der Regel dann entweder Wasserlösliche Salze oder eben Immusionen sind.
00:04:11: Wir Machen Kleidlacke, wir Machen Mikrokapseln und sind damit halt extrem breite aufgestimmt.
00:04:16: Bevor wir da jetzt ins Detail gehen müssen Vor allem muss ich eine Sache loswerden.
00:04:20: Für mich ist das Schöne spannend an unserem Podcast und ich hoffe auch für die Hörerinnen und Hörern, dass wir da so einen wunderbaren Mix haben.
00:04:27: Da sind manchmal sehr junge Leute, die frisch am Start sind mit ihren Unternehmen oder sehr junge talentierte Hochschullehrerin und Hochschulehre, die uns hier im Podcast Räder-und Antwort stehen.
00:04:38: aber es sind auch wirklich richtig alte gestandene Rohrgebiete zu unternehmen.
00:04:43: Und Bechem ist so eins.
00:04:45: Achtzehn vierunddreißig gegründet?
00:04:47: Jawohl!
00:04:48: Und jetzt überlegen wir, Geschichtsunterricht.
00:04:50: Was war die erste Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth?
00:04:56: Das war ja auch ganz wichtig in den ersten Jahren vor Karl-Bächem.
00:04:59: Den Gründer, das war eine seiner abnehmenden Industrie.
00:05:03: Die brauchten Gleitschmiermittel und Schmiestoffe aller Art.
00:05:07: Und das war der Auftakt einer wirklich langen Geschichte eines Unternehmens in Hagen.
00:05:12: Mittlerweile habe ich hinter der sechsten Generation gelesen immer noch geführt von der Familie Bechen, von der Gründerfamilie dem Standorthagen treu geblieben.
00:05:21: Aber eben immer mit der Zeit gegangen und das ist ja das was wir auch hier zeigen wollen Gregor mit unserem Podcast dass die Ruhrgebietsunternehmen die mit den Ruhrgebietzmontanindustrie groß geworden sind ganz heller sind hellwachsend und wissen wie man im einzwanzigsten Jahrhundert beispielsweise beim Thema Nachhaltigkeit abtodate bleiben muss und wie ihr das tut mit Milchstoffen, mit welchen Grundstoffen vor allem.
00:05:44: Wir haben über das Thema Mineralöl basiert schon auf dem Parkplatz gesprochen Wie ihr da sozusagen drauf seid?
00:05:51: Das wollen wir ja erfahren.
00:05:52: Das Spannende ist ja es ging ja im Prinzip los Ja mit Naturstoffen tierischen und pflanzlichen Ölen war damit
00:06:02: Nee, das Erdo gab es da noch nicht.
00:06:03: Zumindest gab's das in der Erde aber man hat es noch nicht oben.
00:06:07: Also gerade wurde gesagt Bechem-Familie heute heißt sie Hundertmark sind die direkten Erben im Prinzip der Familie Bechem und genauer.
00:06:15: Das mit dem Erdöl ging irgendwie so erst aus den USA mit der Großindustrialisierung los Und zwar weil man dann auf einmal wirklich extreme Bedarfe hatte, die man decken musste in der Industrie und deswegen ist man dann auch das Wundermittel Mineralöl gestoßen.
00:06:30: Das ist eigentlich so ein bisschen der Knift den viele nicht wissen.
00:06:33: Man sieht es bei euch.
00:06:33: auf den Besucherausweisen seht ihr oben das Logo von Bechem.
00:06:36: Da oben ist eine kleine Blüte, die ihr da oben drin seht.
00:06:40: Und zwar ist das die sogenannte Rusblüte.
00:06:42: Und das ist die Blüthe, die blüht im Juni und im Juli auf dem Essigbaum.
00:06:46: Ach was!
00:06:47: Genau.
00:06:47: Und da hat man damals schon, in den letzten vier und drei Jahren, Öl draus geworden – und zwar nachhaltig!
00:06:52: Das ist dann erst durch die Großindustrialisierung ein bisschen in Vergessenheit geraten... weil man eben auch den Bedarf damit einfach nicht mehr decken konnte.
00:06:59: Der Essigbaum wächst nicht überall, mit Bäumen ist das immer so eine Sache die muss ich kultivieren und ich muss da entsprechend eine Menge rauskriegen.
00:07:06: Und dementsprechend hat man sich angepasst und man muss auch fairerweise sagen, dass Mineralöl jetzt nicht ganz böse ist sondern am Ende des Tages hat es ja auch irgendwo seine Relevanz.
00:07:15: Es bringt gewisse Eigenschaften mit, die ich mit klassischen Isterölen, das ist das was ich normalerweise aus Pflanzen rauskomme, eben nicht abdecken kann.
00:07:21: Sie damals war es auch so, dass einfach die Eigenschaften deutlich besser waren im Mineralöl.
00:07:25: Heute sieht das mit modernen Technologien teilweise schon wieder anders aus und dementsprechend hat man dann diesen Weg gewählt.
00:07:31: Und ja jetzt sind wir heute wieder auf einem Fokus natürlich wo wir wieder zurück zu den Wurzeln gehen zur Achtzehnvierunddreißig Ja, das ist aber nur die Rohstoffseite.
00:07:41: Die andere Seite ist die viel entscheidendere Seite.
00:07:44: Acht Zehnvieren dreißig Bechem Aber auch schon fünfhundert vor Christus.
00:07:48: die Ägypte haben auch schon entdeckt, dass Schmierstoffe ihre Bewandnis haben.
00:07:52: Und zwar war man damit verhindert das Maschinen-Teil ausfallen.
00:07:54: also es ging auch damals schon um die Verminderung von Reibungen und Verschleißen und damit im Prinzip um den Hausfall vom Maschinentalen, damals vor allem vom Rad auf der Achse zu verhindern, dass das Rad nicht bricht.
00:08:04: Deswegen geht's da ganz klar auch um das Thema Effizienz und nicht nur allein um die Rohstoffe.
00:08:08: Ich merke auf jeden Fall du hast eine ganz schöne Begeisterung für das Thema.
00:08:12: Wie vermittelst du dir denn eigentlich Menschen, die ja da jetzt nicht so auf dem gleichen Track unterwegs sind wie du vielleicht.
00:08:20: Für viele könnte das auf den ersten Blick auch unspektakulär wirken.
00:08:24: Ja, wie machst Du das?
00:08:26: Wie vermittelt man sowas?
00:08:27: Das ist natürlich immer sehr publikumsbezogen muss man fairerweise dazu sagen!
00:08:32: Am einfachsten, bei uns sagt man immer schön auf dem Niveau Sendung mit der Maus erklär.
00:08:36: Das ist dann meistens der ganz gute Start.
00:08:38: Was macht eine Schmierstoff?
00:08:39: Das kommt natürlich dann auch die Anwendungen an.
00:08:41: Wenn ich jetzt das Rad erkläre – da können sich die meisten was drunter vorstellen und wer es mal gesehen hat, wenn ein Rad auf so einer Achse steckt und ich betreibe das einfach nur so, dann macht das komische Geräusche und irgendwann fängt's halt an zu brechen und ist durch.
00:08:52: Und der Schmierzstoff verhindert eben genau das.
00:08:54: Da ist das Lager drin und das Lagger wird vom Schmirstoff mit angetrieben bricht das Rad nicht.
00:09:01: Und wenn ich jetzt natürlich auf andere Anwendungen gehe, dann kann ich es wieder anders erklären,
00:09:04: d.h.,
00:09:04: es kommt immer so ein bisschen darauf an was ich mache und da steckt auch so'n bisschen die Faszination den Leuten zu erklären wo stecken Schmierstoffe denn überhaupt drin?
00:09:13: Ich mach's eigentlich immer wenn ich sie auf den Satz runterbreche und sage alles was sich bewegt hat einen Schmierzstoff.
00:09:18: also klassischerweise habe ich eine elektrische Zahnbürste Zuhause Schmirstoff drinnen ist ne Kleingetriebe muss angetrieben werden.
00:09:25: Alles was nen Lager hat hatten Schmiersstoff drin.
00:09:28: Wer es kennt vielleicht aus der Metallbearbeitung, ich schneide irgendwas.
00:09:31: Mache ich das trocken?
00:09:32: Wird's schnell warm?
00:09:33: Deswegen heißt das Ding auch Kühlschmierstoff soll aber gleichzeitig auch Schmieren und die Reibung verhindern.
00:09:38: Aber auch zum Beispiel die Schraube aus dem Supermarkt.
00:09:40: Wer sich mal gefragt hat, Metallschrauben sind ja in der Regel Silber bis Metallfarben nicht schwarz.
00:09:46: Wenn ein modernen Supermarkt geht wird feststellen die meisten modernen Schrauben ist aber schwarz!
00:09:50: die in der Regel gekotet sind.
00:09:52: Also da sind eben Leitlacke drauf, die eben verhindern sollen dass zum Beispiel das Holz wenn ich die Schraube ins Holz treibe eben splittert also die sorgt dann besser dafür.
00:09:59: früher hat man es häufig gemacht indem man davor vorgebohrt hat geht auch.
00:10:03: aber mit einer gekoteten schraube kann man die schrauben einfach direkt ins holz treiben ohne dass man eben so ein splittern kriegt vom holz.
00:10:08: Da fragt man sich doch was wäre eine welt ohne schmierstoffe?
00:10:12: Ja nichts!
00:10:13: Also tatsächlich könnte man wenn man's runterbrechen würde... Den bekannten Roman der letzten Jahre von Mark Ellsberg, Blackout wo es irgendwo entgegen was passiert wenn er Strom ausfällt.
00:10:23: und wenn man sich jetzt fragen würde was passiert?
00:10:24: Wenn der Schmierstoff nicht mehr da wäre dann würde die Welt noch schneller als in dem Roman vom Mark Ellesberg zusammenbrechen.
00:10:31: Also ich glaube so die erste Stufe würde man innerhalb weniger Sekunden bis Minuten erreichen, wo direkte Maschinausfälle die Folge wären.
00:10:38: Soweit's wenn das Rad brechen würde.
00:10:40: In nächster Instanz würde das bedeuten Ich krieg bestimmte Bauteile nicht mehr.
00:10:43: Ich kann die Lieferketten nicht mehr bedienen und ich kann auch nicht mehr nachproduzieren Und ich würde quasi unsere heutige Industrie, so wie sie weltweit existiert innerhalb von Tagen bis Wochen vollends eigentlich zum Zerbrechen bringen.
00:10:55: Ja ganz schön viele Anwendungsbereiche.
00:10:58: Vielleicht reden wir mal über einige denn euer Argument ist ja das eine ist der Stoff den ihr produziert.
00:11:04: da werden wir nochmal darüber reden wie nachhaltig das ist.
00:11:06: und auch das zurück zu den Wurzeln.
00:11:09: aber ihr macht eben dieses Mehr an Effizienz auch bei den Anwendungen.
00:11:14: Vielleicht, dass du das mal erklärst und wo du glaubst, dass es auch in großer Menge einen Impact hat weil eben große Anwender sind die jeder vielleicht von uns kennt also zumindest was die Brauchung betrifft?
00:11:25: Ja!
00:11:26: Also man muss eigentlich zwischen zwei großen Schmiertypen unterscheiden.
00:11:30: Das eine ist diese sogenannte Verlustschmierung.
00:11:32: Das heißt ich bringe etwas auf und der Schmilchstoff geht eigentlich direkt danach verloren erst halt weg.
00:11:36: Das wäre so der Klassiker Ich bohr irgendwo rein, vielleicht kennt man das Man sprüht mir zum Spray drauf rum Das sammel ich ja nicht wieder ein, das ist weg.
00:11:42: Also das ist Verlust und dann geht es natürlich auch sehr stark um den Rohstoff.
00:11:45: wenn ich da jetzt was einsetze, was unwäldschädlich ist, dann geht's in die Umwelt.
00:11:50: Dann gibt's aber diese sogenannten Filfor-Live Anwendungen und das ist zum Beispiel geschlossenes Teil im Auto.
00:11:55: Sei es eine Autositzverstellung, sei es ein Lager irgendwo oben im Windrad drin, das mache ich ja noch nicht dauernd auf sondern eigentlich will ich das einbauen und möchte dass das Bauteil so lange lebt wie die gesamte Maschine lebt.
00:12:06: Und da kommt eigentlich die Effizienz des Schmiesschöpfensspielen.
00:12:08: Wenn der Schmierstoff eben nicht funktioniert, dann lebt möglicherweise das Lager was das Ganze antreibt.
00:12:14: Nicht so lange wie die Maschine lebt.
00:12:16: Das heißt sich ab Wartungsintervalle und zwar bevor die eigentliche Maschine kaputt geht.
00:12:20: Das ist bei Windkrafträdern zum Beispiel ein ganz großes Thema.
00:12:23: So'n Windkraftrad kann auch gut und gerne mal zwanzig Jahre da oben leben.
00:12:26: aber wenn das Lage nach zehn Jahren bricht oder nach fünf muss ich hoch, muss ich das ganze tauschen, dass es einen
00:12:30: Riesen am Anfang gibt.
00:12:34: Und so ist das halt eigentlich das Thema Effizienz.
00:12:36: Da geht es dann vor allem darum, die Lebensdauer eben der Teile möglichst zu verlängern und möglichst lange zu halten.
00:12:42: Und das zweite große was man dabei hat wenn man die Teile hat bei der Effizience da geht's auch im Stromverbrauch.
00:12:47: Jetzt muss man sich vorstellen beispielsweise wieder so ein Lager, da kann sich jeder etwas darunter vorstellen sitzt in der Regel auf einer Welle und wenn er Schmierstoff jetzt da ist, der ist wie einen Widerstand.
00:12:55: und wenn ich jetzt zum Beispiel eine hohe Viskosität habe also sehr hoh nicht, der fließt und das hängt da drin.
00:13:01: Und das drückt gegen, dann muss ich mir das vorstellen also muss mich die Hohen nicht durchbewegen.
00:13:04: Dann habe ich das Problem... Da ist ja irgendwie ein Widerstand!
00:13:06: Ich komme nicht voran, ich brauche richtig viel Kraft in das zu bewegen.
00:13:09: Kraft übersetzt bei einer Maschine bedeutet, ich brauch mehr Leistung, mehr Strom.
00:13:13: Das heißt wenn der Schmierstoff die Reibung nicht reduziert, brauche ich auf jeden Fall mehr Strom und es geht kaputt.
00:13:18: Wenn der Schmilchstoff nicht gut ausgelegt ist, geht's vielleicht nicht sofort kaputt?
00:13:21: Ich brauche aber trotzdem mehr Strom um das Teil zu bewegten.
00:13:25: Und dass ist halt eben auch die Frage was brauche.
00:13:29: Und deswegen muss ich quasi auch schon hingehen und den Schmierstoff auf die Anwendung richtig anpassen, damit ich auch die optimalen Bedingungen, den optimalen Stromverbrauch und dann mit dem optimalen Energieverbraucher habe.
00:13:38: Jetzt sagt ihr ja, dass Schmilchstoffe per se auch nachhaltig sind?
00:13:42: Wie kommt jetzt zu dieser These?
00:13:44: oder wie begründest du diese These?
00:13:46: Ja im Prinzip mit dem Punkt, den ich gerade eigentlich schon halb erwähnt hab.
00:13:49: also dieses Effizienzargument ist eigentlich eben genau das.
00:13:52: Also es ist immer dieses Eins- oder Nullkriterium.
00:13:55: Baue ich ein Schmirstoff ein oder nicht, baue ich keinen an bin ich nicht effizient, Teil geht kaputt.
00:13:59: Das ist ja schon mal ein großer Pluspunkt ne?
00:14:00: Das schaffe ich halt sonst einfach nicht!
00:14:03: Und dann kommt eben dieses Fein-Tuning so immer die letzten fünf Prozent nochmal das Tal eben ans Maximum zu bringen und da kommt eben die eigentliche Nachhaltigkeit ins Spiel.
00:14:12: Dass sich dann wirklich gucken kann dass die Teile möglichst lange leben und diese Lebensdauer viel vor live also einmal eingefüllt, das Teil lebt bis zum Ende eben bevor das Material ansonsten aufgibt eben dann auch funktionieren kann.
00:14:24: Was mich interessieren würde ist so eine Lösung machte die einfach und der Anwender, der Windkrafthersteller vielleicht oder der Getriebeherstelle kriegt das gar nicht mit.
00:14:36: Und ihr freut euch?
00:14:38: Die Umwelt freut sich auch?
00:14:39: Oder ist es eine Forderung des Marktes?
00:14:42: Also kommen die die Automobilindustrie, die Windkraft Hersteller?
00:14:45: Kommen sie auf euch zu uns sagen Bechem!
00:14:47: Es muss sich was ändern, auch bei den Schmierstoffen.
00:14:50: Denkt euch mal etwas aus!
00:14:51: Also wer ist der sozusagen der Treiber dieser Nachhaltigkeitsentwicklung in deiner Sicht?
00:14:55: Ja da kommt direkt der Naturwissenschaftler mir durch, dann muss ich sagen es kommt darauf an.
00:14:59: Bloß nicht präzise Antworten nein.
00:15:01: aber wenn man es detailliert angeht also es kommt tatsächlich darauf an auf die Anwendung Grundsätzlich gilt ja wenn ich etwas entwickeln für dass es keinen Markt gibt das eigentlich meistens immer so ein bisschen schlecht Aber kann natürlich auch Chancen bieten.
00:15:13: Machen wir auch haben wir eine Innovationsabteilung für, nennt sich Innovationsmanagement.
00:15:17: Die beschäftigen sich viel mit dem Thema Proof of Concept, Kooperationen.
00:15:21: Da geht es dann wirklich darum was geht eigentlich?
00:15:23: Und wenn wir jetzt das ganze wirtschaftlich betrachten, dass ist dann die andere Komponente wo dann meistens die Anfragen aus dem Markt kommen.
00:15:29: Das heißt Kunden kommen auf uns zu und haben ein Problem und wir sind die Problemlöser.
00:15:33: Wir sollen das Problem eben lösen!
00:15:35: Und das ist auch teilweise so ein bisschen die Veränderungen der Vergangenheit, die man von früher auf heute sieht.
00:15:40: Früher war es häufig so einen Teilbode konstruiert Und irgendwann hat man festgestellt, eh, funktioniert nicht so richtig.
00:15:46: War irgendwie vielleicht nicht ganz so optimal konstruiert.
00:15:49: und dann schmeißt man Schmierstoff drauf wird schon passen.
00:15:52: Nicht besonders effizient und häufig auch nicht der richtige Schmierzstoff.
00:15:55: also da war es tatsächlich so dass das Schmilchstoffhersteller häufig erst zum Ende eingebunden wurde.
00:16:00: Das ist heute anders.
00:16:01: Also man hat heute ein bisschen die Wahrnehmung aufgebaut Der Schmilzstoff selbst ist ja ein Konstruktionselement.
00:16:06: Da sollte ich vielleicht auch, wenn ich einen Teil designe von Anfang an einbeziehen.
00:16:09: Materialpaarungen können sich ändern.
00:16:11: Was habe ich für den Material?
00:16:12: Habe ich irgendwie Reibkontakte Metall auf Metall, Metall auf Kunststoff?
00:16:16: Was hab' ich denn eigentlich da was miteinander interagiert?
00:16:18: oder bei der Schraube Metall auf Holz?
00:16:20: so wie kann ich das Ganze jetzt eben beeinflussen?
00:16:23: und ja dass ist eigentlich die wichtigste Frage, die man dabei immer beantworten
00:16:26: muss Wie kann ich mir das dann vorstellen?
00:16:28: also heißt es dann Leute, Techniker, Innovationsmenschen entsendet zu den Unternehmen und die sozusagen vor Ort schauen was haben sie für Bedürfnisse, Bedarfe.
00:16:40: Und die wiederum schicken eine Delegation zu euch damit die in der im Labor vielleicht mit euch gemeinsam entwickeln können.
00:16:46: oder wie funktioniert das genau dann diese Zusammenarbeit?
00:16:49: Also es ist ein Mix muss man sagen.
00:16:50: natürlich schicken wir auch Leute aus aber wir sind keine Kercherverkäufer.
00:16:53: also darf man das sagen
00:16:56: Klar
00:16:57: Ja, also wir verkaufen nicht an der Haustiere.
00:16:59: Das ist halt irgendwie nicht unser Thema sondern in der Regel sind wir auf Fachtagungen und Konferenzen unterwegs.
00:17:04: da kommt man auf uns zu.
00:17:05: Die Marke ist alt.
00:17:06: Man kennt uns zumindest in vielen Merken, zumindest in Deutschland Aber auch international sind wir an vielen Stellen sehr bekannt.
00:17:12: Und natürlich machen wir uns auch bekannt Indem wir zum Beispiel Vorträge halten.
00:17:16: dann sagt jemand oh das ist aber toll Da wollen wir mal mit dem sprechen.
00:17:18: dass klingt gut Das ist eine Möglichkeit.
00:17:21: Zum anderen sind natürlich auch Kunden da.
00:17:22: die kennen uns einfach schon lange und kommen direkt auf uns Zu die nehmen den Kontakt eben direkt auf.
00:17:27: Und zum anderen gibt's auch einfach Zufallsbegegnungen.
00:17:30: Also sei es über Förderprojekte, sei es eben über Kunden von Kunden die dann sagen ich kenne da wenig empfehle weiter also sehr unterschiedlich.
00:17:38: Ja und vielleicht kommt ja ab und zu mal ein Kunde zu euch nach Hagen und sagt Die Schmierstoffe sind super, aber jetzt will ich wissen wo die herkommen.
00:17:47: Dann macht ihr vielleicht eine Werksführung und lasst mal in eurer heiligen schmierstoff produzierenden Hallen reingucken?
00:17:53: Das machen wir in der Tat!
00:17:55: Dann würde mir das vielleicht auch ganz gerne machen.
00:17:57: Die buchen
00:17:57: wir auch.
00:17:58: Ja
00:17:59: am besten gleich sofort.
00:18:00: Gerne
00:18:05: Die heiligen Hallen, ich dachte wir kommen jetzt in eine riesige Halle mit was sich hohen Decken und was auch viel Schmierstoff vielleicht.
00:18:14: Mit vielen Geräuschen.
00:18:15: stattdessen hast du gesagt wenn ihr Bechem richtig erleben wollt für unsere Haus dann kommt mal hier ins Technikum.
00:18:22: Wo hast Du uns hingefüllt?
00:18:23: So sieht es aus, ja.
00:18:24: Wir sind hier im Großgerätetechnikum bei uns im Labor.
00:18:28: Großgeräte weil wir stehen gerade vor allem dieser besagten Großgerädete.
00:18:31: also wir haben einmal so eine halbe Halle eingenommen mit einem Prüfstand nämlich der sogenannte Amaturenprüfstand.
00:18:37: Amatur ist das was jeder zuhause kennt auch bekannt als der Wasserhahn und im Prinzip ist das ein Prüfstand der testet wie gut funktioniert mein Wasserhain wenn ich ihn auf und zumache und das gerne mal so hundert bis hundredfünfzig zweitausendmal Und was viele nicht wissen, auch hier wieder bewegliches Teil.
00:18:54: Deswegen haben wir einen Schmilchstoff drin.
00:18:56: Wie würde so ein Test ablaufen an diesem... Prüfstand der jetzt aussieht, als wenn die kein Wässerchen trüben könnte?
00:19:01: Genau.
00:19:02: Was wir hier gerade sehen ist im Prinzip eine Kartusche wie klassischerweise das Innenleben des Wasserharns und da ist ne Keramik drin was im Prinzip schon die feste Schmierkomponente ist.
00:19:12: aber gleichzeitig packen wir auch ein Schmilchstoff dazwischen der eben ausgewählt werden muss damit der Wasserhahn eben die richtige Haptik hat das heißt die richtige Gängigkeit.
00:19:19: also ich will fühlen ist das Ding fest es ist das ding locker und gleichzeitig will ich aber auch dass das Ding dicht ist.
00:19:24: Also ich möchte ja nicht dass Wasser links und rechts raus kommt Und das muss es auch nach hundert, hundertfünfzig-zwarhunderttausend Zyklen tun.
00:19:31: Gleichzeitig muss man dafür sorgen, dass der Wasserhahn bis zum letzten Tag eben lebt und nicht eine Amatur nach fünf Jahren austauschen muss.
00:19:39: Ja, wir haben ja gelernt Gregor, dass auf jeden Fall Schmierstoff ist, nicht gleich Schmirstoff, ihr müsst den richtigen finden!
00:19:43: Wie findet man den raus?
00:19:44: Und wie findet man vor allem raus wenn's da falsch
00:19:47: war?!
00:19:48: Ja, wir haben so eine Abteilung die nennt sich Tribologie.
00:19:51: Das ist auf Deutsch gesagt die Lehre von Reibungen und Verschleiß um es sehr vereinfacht darzustellen.
00:19:57: das heißt sie beschäftigen sich vor allem mit Reibkörpern also Materialien die aufeinander treffen und irgendeine Bewegung erzeugen und das sehen wir eben auch beim Wasserhahn.
00:20:05: und da gucken wir uns zum einen natürlich an Effizienz.
00:20:07: das können wir mit zum Beispiel Reibungskoeffizienten messen also die kann man halten analogisch bestimmen.
00:20:13: Wir haben aber eben auch noch ein paar andere Möglichkeiten, beim Wasserhahn gibt es tatsächlich auch die gefühlte Haptik.
00:20:17: das heißt wenn man einfach mal den Arm dreht und sagt das fühlt sich richtig an, das fühlt sich falsch an.
00:20:22: beispielsweise in Deutschland da mag man wenn der Wasserhaar ein bisschen schwergegangen ist im asiatischen Raum hat man das häufig dass der wie man ein bisschen weicher sein soll.
00:20:29: also das ist auch eine gefühle Komponente die hier mit dem Spiel ist.
00:20:32: Und gleichzeitig können wir natürlich sehen, wie ist die Dichtigkeit?
00:20:34: Wie verändert sich im Prinzip die Reibung über die Zeit.
00:20:37: Also ich kann den Reibungskoeffizienten mir beispielsweise anschauen bei Zyklus I oder bei Zyklus Hundertfünfzigtausend und ein guter Schmierstoff würde dafür sorgen dass er immer gleich ist.
00:20:45: Ein schlechter Schmirstoff würde sich halt über die zeit mit dem Wasserhahn verändern.
00:20:50: das heißt ich würde eben eine Abnahme der Haptik sehen oder eine Änderung der Hapthick.
00:20:54: Die Dichtigheit könnte sich ändern also der Wasserharn könnte einfach auslaufen über diezeit.
00:20:59: und das schlimmste was jeder kennt wenn es Geräusche macht Das mag niemand, vor allem wenn es quiecht.
00:21:04: Und das macht auch der Schmierstoff an der Stelle verhindern, dass es Geräusche macht oder die falschen Geräuschen
00:21:15: wird.
00:21:15: Also Gregor, für mich hört sich das vielleicht normal an und ist okay?
00:21:19: Ja aber scheinbar ... Ist da wohl schon ein sehr kritischer Zustand hier... Was hat es denn jetzt damit auf sich was wir gerade sehen?
00:21:26: Was wird hier getestet?
00:21:27: Was passiert ja?
00:21:28: Warum ist das jetzt schon kritisch?
00:21:31: Wir stehen vor so einem richtigen Monster davor, also eine halbe Halle nimmt zum Prüfstand ein Und der pumpt halt dabei kaltes und warmes Wasser im Kreis, während er testet nur hundertfünfzig zweihunderttausend Zyklen.
00:21:42: Das heißt das macht ja ein paar Wochen kann man sich vorstellen dass Verbraucht relativ viel Energie und das machen wir natürlich nur wenn es unbedingt sein muss und wir uns sicher sind dass wir schon weit in Entwicklung sind.
00:21:50: und um jetzt auch hier nachhaltig zu sein wollen wir natürlich das ganze irgendwie runter skalieren.
00:21:54: Wir wollen einen kleinen Prüfstand haben wir wollen vor Abtests machen wir wollen die richtigen Anwendungen rausfinden.
00:21:59: Das machen wir jetzt hier an dem zweiten Gerät.
00:22:01: Das wäre die sogenannte SRV, das ist ein Schwing-Reibverschleißgerät.
00:22:04: also es schwingt, ist reib und misst Verschleiss.
00:22:07: Also relativ stumpfer im Namen her!
00:22:09: Und was wir gerade hören ist im Prinzip ein Stick Slip,
00:22:11: d.h.,
00:22:11: einen Übergleiten, also ein Reibkontakt gleitet über den Punkt hinaus, stopp nicht... ...und das ist zum einen Effizienzproblem.
00:22:18: Zum einen wenn man jetzt den Wasserhandbewegung übergleitet würde das bedeuten der Wasserhand bewegt sich weiter als er eigentlich soll.
00:22:23: Schon mal nicht gut?
00:22:24: Und das zweite ist Wir hören sehr störendes Geräusch.
00:22:26: einen kleinen Maßstab vielleicht jetzt noch nicht ganz zu stören, aber jetzt muss man sich das vorstellen.
00:22:31: Das macht der Wasserhahn den ganzen Tag.
00:22:32: die nächsten fünfundzwanzig Jahre findet glaube ich keiner schön.
00:22:36: Jetzt hat er auch aufgehört!
00:22:37: Hat angesehen dass er nicht der richtige Schmischstoff ist.
00:22:42: Danke für diese sehr eindrucksvolle Schilderung.
00:22:46: und dann
00:22:46: gehen wir zurück ins Studio würde ich sagen.
00:22:52: Ja wir sind jetzt wieder zurück im Studio.
00:22:55: vielen vielen Dank für diesen kleinen Rundgang.
00:22:58: Ich finde das immer total beeindruckend, so hinter die Kulissen zu gucken und die Apparaturen zu sehen.
00:23:04: Gerade – ich weiß nicht auch jetzt könnte ich sagen vielleicht ein bisschen unpassend für so einen Podcast.
00:23:08: aber soweit ich immer so Chemie-Labore sehe muss ich ja auch im Breaking Bad denken.
00:23:13: Aber ihr stellt ja Schmierstoffe her und nicht dass was dort hergestellt wird.
00:23:17: von daher meine Frage jetzt mal an dich du hast sehr viel Positives erzählt und du hast gesagt wofür Schmilchstoffe gut sind.
00:23:25: Wir durften das jetzt live erfahren, dass dieses Knattern, das möchte man vermeiden.
00:23:29: Aber was sind dann doch so Dinge die euch herausfordern oder wo es bei euch mal knarzt vielleicht?
00:23:36: Ja, knarzen versuchen wir in der Regel ja zu verhindern aber tatsächlich tut es das.
00:23:39: Es gibt natürlich verschiedene Dinge also es geht schon teilweise los.
00:23:43: Wir Deutschen sind ja meist im Standardisieren.
00:23:46: Also die geht schon los.
00:23:48: wie groß darf der Abstand zwischen zwei Treppenstufen sein?
00:23:50: und bei Schmierstoffen hört das logischerweise nicht auf über vielen anderen Dingen auch.
00:23:54: Das heißt, wir haben teilweise damit zu kämpfen dass wir sehr alte Standards haben.
00:23:58: Warum ist das ein Problem?
00:23:59: Vor allem wird es zum Problem wenn ich auf die nachhaltige Schiene gehe also wenn ich auch auf nachhaltiger Rohstoffe wechsle beispielsweise ich wechsel vom Mineralöl zurück zum Ester basierten Öl.
00:24:09: Auch moderne Ester habe ich das problemen.
00:24:11: das sind ganz unterschiedliche Systeme.
00:24:12: möglicherweise haben sie auch andere Eigenschaften.
00:24:15: Es kann vorteilhaft sein es kann nachteilhaft seien.
00:24:17: Teilweise sind die Standards die wir heute aber haben so designt, dass sie genau auf diese alten Systeme ausgelegt sind.
00:24:24: Das kann also sein, dass ich ein modernes Schmilchstoffsystem entwickle, nachhaltiges Schmilchschutzsystem was eigentlich viel besser performt.
00:24:31: aber wenn ich in die alten Standards gucke fall' ich möglicherweise durch und dann stehe ich vor einer Herausforderung weil wenn zum Beispiel der Kunde im Markt drauf pocht und sagt Ich möchte aber genau das diese Norm bestanden wird habe ich ein Problem und möglicherweise liegt das Problem innerrend Also quasi schon in Begriffen in der Chemie Dass der Ester das gar nicht bestehen kann.
00:24:50: Das geht auch für ganz andere Rohstoffe eben auch noch, die wir als Aditiver einsetzen können und das ganze Problem führen.
00:24:55: Ob das dann zum wirklich realen Problem mehr Anwendung wird ist eine andere Sache.
00:24:59: Meistens kommt es aber daher dass man sagt hätte ich das z.B.
00:25:01: in einem mineralöbersierten System gemacht wäre dieses Thema zum Problem geworden?
00:25:07: Und diese Übersetzung fehlt einfach heute.
00:25:09: und auch so die Änderungsgeschwindigkeit oder überhaupt der Wille das Ganze zu ändern, das merkt man eben sehr stark wie das das eben hängt.
00:25:17: plus.
00:25:17: ich habe das zweite Problem in der Regulaturik.
00:25:20: Tatsächlich, dass eine Beispiel, was sich immer angebracht hat ist zum Glück mittlerweile mal ausgehebelt worden.
00:25:25: Ich hab ja eben gezeigt wir machen hier auch Wassermischbare Kühlschmierstoffe.
00:25:28: Da setzt man so Konzentrate ein am Ende einer Anwendung Die haben halt nur ihr öliges Konzentrat irgendwie ein paar Prozent drin und der Rest ist Wasser.
00:25:37: Ja und Wasser galt lange zum Beispiel nicht als biobasiertes Produkt irgendwo weil Wasser ist nicht biologisch abbaubar.
00:25:43: Das war lange.
00:25:44: das Argument Wasser ist ja bleibt Wasser und das war tatsächlich lange so, dass man wenn man zum Beispiel auf eben entsprechende Siegel wollte die man teilweise auch für bestimmte Anwendungen oder Kunden braucht.
00:25:55: Populästes Beispiel in Deutschland wäre der blaue Engel oder das EU-Eco Label.
00:25:58: Den gibt es auch extra für Schmierstoffe und den hat man dann teilweise nicht gekriegt weil da stand explizit drin, dass ein spezifischen Anteil an biologisch aberbareren Stoffen brauchte.
00:26:08: Und wenn das Wasser war, ist man rausgeflogen und das auch noch bis zuletzt.
00:26:11: also es ist jetzt sehr aktuell dass Wasser mittlerweile endlich mal dort akzeptiert wird.
00:26:16: aber es gibt auch immer noch Beispiele, Glyceride wäre zum Beispiel so.
00:26:19: ein Beispiel kennt jeder ist in Seife vorhanden oder was man sich darunter vorstellen kann kann eine Apotheke kaufen.
00:26:24: In der Regel wird das aus den Fettsäuren gewonnen aus den Pflanzen.
00:26:27: Also ich habe einen Triglycerid aus einer Pflanze.
00:26:29: Was ich habe Das ist ein Molekülbaustein die Fettsauern trenne ich ab ... und hat ein Glycerin über, setzt sich das Trig-Glycerid an.
00:26:35: Ist alles kein Problem!
00:26:36: Krieg ich auch kein Problem mit dem Echo-Label?
00:26:38: Setzt sich pures Glytherin ein was ich genau daraus gewinne... Was in der Anwendung wahrscheinlich auch sowieso frei werden würde.
00:26:44: Dann kommt halt jemand und sagt Das steht aber hier nicht auf der Liste.
00:26:46: Das dürfen sie nicht verwenden.
00:26:48: Dann kriegen Sie keinen Label wenn sie das einsetzen.
00:26:50: Und das ist natürlich total am Sinn vorbei weil eben auch da eigentlich der Sinn ja wäre.
00:26:54: man soll ja mit Sinn und Verstand drauf gucken und nicht nur stumpf nach Listen.
00:26:57: und da merkt man eben einfach Ja dass wir da häufig noch auf Hürden stoßen, die eigentlich Menschen gemacht sind und jetzt nicht einfach durch die Technologie da sind.
00:27:06: Weil die Technologie selber ist überhaupt gar keine Hürde.
00:27:10: Was das nicht biologisch abbaubar war.
00:27:13: Da muss ich nochmal in den Wald drüber nachdenken.
00:27:15: Interessanter Satz!
00:27:16: Aber jetzt wollen wir mal zurück zu dem Wurzeln kommen so wie Kahlbecher angefangen haben mit pflanzenbasierten Ölen.
00:27:23: was sind das heute für Pflanzen für Ursprungsstoffe, auf die ihr heut zurückgreift und wo ihr sagt das ist ja vielleicht die Zukunft.
00:27:31: Die nach Mineralöl basierte Ära der Schmierstoffe also dass wir wieder dahin kommen wo wir früher waren.
00:27:38: was ist das?
00:27:39: Raps Sonnenblume an wen muss ich da denken?
00:27:42: jetzt?
00:27:43: Das kommt auch da wieder darauf an Wo ich hingehe also beispielsweise im Emotionsbereich hat man viel Rizinos Öl.
00:27:50: was man drin hat dann das kommt aus dem Wunderbaum aus den Brechnüssen wird es rausgewonnen kommt der Regen nicht aus Deutschland.
00:27:55: Da ist der Vorteil, das konkurriert z.B.
00:27:57: nicht mit dem Nahrungsmittelsektor.
00:27:59: Rieschenussbäume wachsen auf Gesteinen und brauchen keinen Feld mitbestellen.
00:28:03: Das heißt ich kann Fläche nutzen die ich nicht für den Nahrungssektor brauche.
00:28:07: Bei Raps sind wir Deutschen sehr groß drin.
00:28:11: Wer es kennt, wenn Rapszeit ist dann stehen überall Blüten.
00:28:13: das Problem ist damit nehme ich wieder eine Konkurrenzsituation ein.
00:28:17: Ich nehm anderen Leuten ihre Fläche mit für Nahrumsmittel weg.
00:28:20: Sojaboden ist noch das gleiche Thema irgendwo, auch jetzt eher kein deutsches Thema aber international.
00:28:26: Wenn wir über Palbenkerne-Öle sprechen, wer jetzt auch so ein biobisites Ding ist.
00:28:29: Dann habe ich eine Palmenkerne und einen Palmenkernfett.
00:28:31: Da wird häufig brandgerotet für oder wurde zumindest in der Vergangenheit.
00:28:34: Das heißt dann ist wieder die Frage wie nachhaltig ist das Ganze?
00:28:37: Ich muss das ganze im großen Kontext sehen.
00:28:39: also ich muss die Gesamtsituation abwägen Und am Ende muss sich gucken was macht gerade aus der Situation auch weltbezogen sind.
00:28:45: zum Beispiel gehe ich in den Raum Indien.
00:28:48: da hab' ich viel z.B.
00:28:49: Zuckerrohr was ich verwenden kann In Brasilien ist auch relativ stark im Zuckerrohrbereich, das heißt da kann ich viel draus machen.
00:28:55: Ich kann aber beispielsweise eben auf andere Stoffe setzen, ich kann beispielsweise Lignine benutzen.
00:29:00: Das kann nicht aus Holz gewinnen.
00:29:02: Ist zum Beispiel heute in der Papierherstellung ein Abfallprodukt und man will die Zellulose haben weil wir weißes Papier haben, wenn die Lignin im Papier ist dann ist das der Grund warum das Papier irgendwann über die Zeit so gelblich wird.
00:29:12: Das will man ja eigentlich nicht.
00:29:13: Das heißt es ist ein Riesenabfallproduk, das fällt an.
00:29:15: Papierindustrie ist sowieso offen doch schon irgendwie... Rückläufigen Ast würde
00:29:20: ich sagen.
00:29:21: Absteigende Nasse,
00:29:22: genau.
00:29:22: Da hat man leider hier einen Haken gemerkt auch.
00:29:25: Also so sieht es aus?
00:29:26: Genau das hat man gemerkt aber da ist halt immer noch die Ressource ist da und sie kann auch anderweitig genutzt werden, sinnvoll genutst werden.
00:29:32: Jetzt kann ich Lignin-Öle machen.
00:29:33: Was aber klassischerweise das Problem bei diesen biobasierten Sachen ist und was ja dann auch der Grund im Prinzip war, warum man auf Minerale gewechselt war waren halt vor allem die Eigenschaften.
00:29:42: Also Langlebigkeit, Oxidationsstabilität,
00:29:44: d.h.,
00:29:45: der Luftkontakt, die Luft oxidiert.
00:29:47: D.h.
00:29:48: es geht kaputt, es zersetzt sich – und das will ich eigentlich nicht haben!
00:29:51: Und deswegen geht man häufig um und bearbeitet das Ganze in der chemischen Industrie.
00:29:55: Das heißt, man macht zum Beispiel sogenannte Umesterungsreaktion oder guckt das Doppelbindung – das ist so das Klassiche was man in den Kohlenwasserstoffketten hat– dass man die eben dann hydriert damit sie nicht so oxidationsanfällig sind.
00:30:07: Das heisst, man kann relativ viele chemische Schritte machen, um diese ganzen Ester stabiler zu machen.
00:30:12: Da sind natürlich noch Synthesischritte drin,
00:30:14: d.h.,
00:30:14: ich bin nicht mehr direkt aus der Natur sondern ich bin auch aus der natur mit Zwischenschritt.
00:30:18: Aber am Ende halte ich ein Produkt, das trotzdem nachhaltig ist und am Ende aber Eigenschaften hat die mindestens gleichwertig oder in vielen Fällen sogar besser sind.
00:30:26: Das nächste Problem ist dann aber wenn ich Mineraldeloss der Erde hole... ...ist das Stand heute sehr günstig!
00:30:33: klingt bescheuert, weil eigentlich muss man sich mal überlegen.
00:30:35: Da wird aus der Erde irgendwas gepumpt oder im schlimmsten Fall geht einer noch hin macht fracking, pumpt also irgendwelche Tenside in die Erde um Öl rauszuholen.
00:30:43: Klingt da eigentlich total bescheuert ist aber trotzdem günstig wenn ich diese Schritte mache die sind energieintensiv.
00:30:47: Also ökonomisch gesehen sozusagen Die geschickte oder der günstiger Weg.
00:30:52: Genau und bei den Esteren ist das dann tatsächlich auch so.
00:30:55: da muss Ich halt ein bisschen Geld reinstecken und das führt dazu dass der Rohstoff den ich am ende bekomme Kosten intensiver ist.
00:31:02: noch
00:31:03: Glaubst du denn irgendwann in deiner Arbeitslebenszeit als CTO hier bei Bechem oder anderswo wird die nicht mehr mineralölbasierte Schmilchstoffindustrie und das Werk hier sein?
00:31:16: Ich bin fest davon überzeugt.
00:31:18: Also tatsächlich, weil es ist einfach so man merkt den Wandel schon.
00:31:22: ich bin in das Thema ja mit nachhaltigen Rohstoffen Und wenn ich mir jetzt alleine angucke, wir haben ja jetzt im Jahr zum Jahr die Jahre, was sich seitdem getan hat und was mit Verfügbarkeiten da ist.
00:31:32: Wo man wirklich Fortschritte gemacht hat, dann ist das der absolute Wahnsinn!
00:31:36: Das Tempo, mit dem wir uns vorbewegen, ist definitiv da – das ist gut.
00:31:40: Das Umdenken findet statt.
00:31:42: also wir hatten auch vor allem bis vor anderthalb Jahren eine extreme Hochphase, auch der Nachfrage nach Nachhaltigkeit, auch explizit biobasiert.
00:31:51: Momentan ist das in so einer Senke, aber das ist normal.
00:31:53: Wir befinden uns natürlich jetzt gerade auch nicht in der besten Wirtschaftssituation in Deutschland und dann schaut man eben auf andere Aspekte.
00:31:59: Aber wenn die Wirtschaft wieder nach oben gehen wird bin ich auch fest davon überzeugt dass das wieder mehr in den Fokus rückt weil da eben auch viele Chancen eben sind.
00:32:06: Selbst
00:32:06: wenn der Ölpreis dann wieder Krisemitik drunter ginge?
00:32:10: Auf jeden Fall.
00:32:11: Weil das ist auch eine Sache der Verfügbarkeit, weil das merkt man jetzt auch.
00:32:14: Habe ich auf lokale Rohstoffe gesetzt und biobasiert kann ich hoffentlich lokal erzeugen?
00:32:18: Dann habe ich auch kein Problem wenn die Schiffe eben nicht durch die Straße von Hummus fahren können.
00:32:23: also das heißt Ich kann die Lieferkette auch noch optimieren.
00:32:25: und gleichzeitig ist natürlich auch ne Frage wie viel stelle ich her?
00:32:28: Massenproduktion!
00:32:30: Wenn ich heute nur so ein paar Tanks jedes Jahr produziere dann hab' ich nämlich auch nicht viel zur Verfügung was ich verkaufen kann als Rohstoffhersteller.
00:32:36: Aber die Skalierbarkeit ist mittlerweile da, ich kann relativ viel biobasierte Rohstoffe gewinnen.
00:32:42: Und wenn ich dann mehr zur Verfügung habe und auch mehr in den Markt bringe, dann singt der Preis genauso wie bei allen anderen Sachen auch.
00:32:50: Ich meine du hast es eben schon so ein bisschen angedeutet jetzt auch mit die Kunden was wollen sie vielleicht?
00:32:56: Auch inwiefern bestimmt auch ein Kunde bei euch dass man eher biobasierter produziert.
00:33:04: Also es gibt Kunden, die fordern das Explozit an.
00:33:07: Zum Beispiel wir haben ja auch Zertifizierung und zum einen haben wir die vierzehntausend-eins-Zertifzierung.
00:33:11: Das ist ja die Nachhaltigkeits-Zcertifizierung.
00:33:14: da geht's ja dann vor allem auch um so was wie PCF Berechnungen also Product Carbon footprint also quasi wie viel Bio-Gener CO² ist da drin, Kohlenstoff ist da drinnen?
00:33:23: Dann haben wir auch die ISO Fünfzigtausend Eins.
00:33:25: das ist ja mittlerweile bei einer gewissen Unternehmensgröße eine Forderung der Bundesregierung.
00:33:29: Da geht es ums Energiemanagement also auch um Nachhaltigkeit.
00:33:32: Das haben wir ja auch, das heißt diese Zertifikate werden teilweise von unseren Kunden auch schon gefordert.
00:33:37: Also auch eine Fünfzehntausendeins obwohl sie nicht verpflichtend ist wird dann eben einfach ganz klar eingefordert.
00:33:42: Product Carbon footprint Begriff Ja wird auch hin und wieder mal eingefordert kommt immer mehr Ist jetzt noch nicht so.
00:33:50: der Marktstandard aber merkt auf jeden Fall in welche Richtung es geht Und dass das auch immer mehr irgendwo im Vergleich kommt.
00:33:55: Aber man muss natürlich fairerweise am Ende sagen Was ich einfach in meiner aktiven Karriere bisher erlebt habe, ist am Ende zählt der Preis.
00:34:01: Der Preis und der Preis, ne?
00:34:02: Und wenn der Preis viel viel viel höher ist bei nicht signifikant höherer Performance, ist keiner bereit diesen Preis zu bezahlen.
00:34:10: Das ist eigentlich dann am Ende der große Knapppunkt.
00:34:11: Oh das schon hartes Urteil gerade!
00:34:14: Ja da müssen wir halt doch wieder eingreifen und den Preis regulativ künstlich in die Höhe tragen damit eben das andere doch das günstiger ist.
00:34:22: aber es sind anderes Thema dass wir hier bestimmt jetzt in dieser Runde nicht mehr lösen.
00:34:26: Aber das ist die Frage Ja, müssen wir das wirklich?
00:34:28: Also ich meine es gibt da... Ich weiß gerade gar nicht.
00:34:31: Es war von irgendeiner großen Supermarktkette gab's mal so eine Werbung vor einigen Jahren die nach dem Bioprodukt oder den Günstigen gefragt hat und da sei es ja am Ende auch dass es beides war und auch das gibt es bei uns.
00:34:41: Die Frage ist auch immer was brauche ich für meine Anwendung?
00:34:46: Nicht alle Sachen sind genau auf die Anwendungen zugeschnitten.
00:34:48: Teilweise sind Systeme heute einfach überdesignt Und das ist was, was wir auch feststellen.
00:34:53: Wenn wir beispielsweise Systeme wechseln kann ich auch Systeme runterskalieren neu denken neue Ansätze dran gehen wirklich Lösungen komplett neu denken und nicht auf dem auch bauen, was ich schon habe.
00:35:02: Und dann stellt man teilweise fest wenn ich das mache ist der Preis nicht unbedingt immer nur das Problem aber in manchen Fällen ist er das und wenn er es ist dann ist ein Problem.
00:35:12: Also Gregor das hört sich fast schon wie die Antwort auf die berühmte letzte Frage Aber vielleicht können wir die dem Max ja trotzdem noch mal stellen.
00:35:22: Genau, also ich merke es ist halt gerade noch ein bisschen nach bei mir auf jeden Fall.
00:35:27: von daher erstmal vielen Dank schonmal an dieser Stelle für den offenen Wort aber vielleicht nochmal auch an die Zuhörerinnen und Zuhörer gerichtet aus dieser Folge eine Sache die du denen gerne mitgeben würdest.
00:35:38: Wir haben jetzt viel über Schmierstoffe gesprochen über die Vorteile vielleicht die Hindernisse aber auch warum es so schwierig ist im Bereich nachhaltiger Schmierstoffe, da gerade Fuß zu wassen wo du aber sehr optimistisch bist.
00:35:52: Aber was ist so eine Quintessenz die du gerne mitgeben möchtest?
00:35:56: Vielleicht auch jetzt unabhängig der Schmierzstoffe sondern auch zum Innovationsverhalten warum lohnt es sich nachhaltig zu produzieren?
00:36:04: Also vielleicht teilen wir uns in zwei Teile einmal den schmierstoff spezifischen Teil dann möchte ich mit geben Schmirstoff überwegen die Welt das sollte man nicht vergessen.
00:36:11: also diese ganz wichtige Komponente und damit auch wichtig für die Effizienz Der schmierstoffunabhängige Anteil bei Innovationen ist das Thema Neudenken, sich von eben Altbekannten zu lösen.
00:36:23: Ich sage der Satz, der mich immer am meisten in meiner Laufbahn aufregt ist wenn mir jemand sagt Das machen wir so weil das haben wir schon immer so gemacht und dass es eben genau das Problem.
00:36:31: Wenn ich ein Problem lösen möchte mit einer komplett neuen Denkweise dann muss ich mich eigentlich den Schritt zurückgehen aus meiner Box raus Wirklich noch mal überlegen, warum mache ich das denn eigentlich so?
00:36:41: Gibt es einen Grund, warum ich das so mache.
00:36:44: Und häufig kommt dann auch die Antwort, dass mach' ich nicht weil's der technologisch beste Ansatz war sondern vor fünfzig Jahren war das vielleicht mal der wirtschaftlich beste.
00:36:51: aber ist das heute auch noch der Fall?
00:36:52: und dann ist häufig die Antwort ne, das is gar nicht mehr so.
00:36:54: Die Bedingungen haben sich vollkommen verändert und wenn ich das geschafft habe diesen Sprung da bin ich ja auch in der Lage innovativ zu arbeiten.
00:37:01: Tja wie sagen Sie von einem Fernsehinterview sagte Max Juppen Der CTO von Karl-Wächem in Hagen, einem wie ich jetzt festgestellt habe jungen sehr enthusiastischen Menschen.
00:37:14: Ein Naturwissenschaftler der mitten im Leben steht und der Hoffnung macht das ein solches traditionsreiches Unternehmen absolut eine Zukunft hat.
00:37:23: Und zwar, ich glaube ne nachhaltige Zukunft von mir aus.
00:37:26: danke für deine Zeit Max!
00:37:27: Danke auch ganz herzlichen Dank.
00:37:30: Das war fünf vor grün.
00:37:31: vielen dank fürs zu hören.
00:37:32: Wenn du Interesse an dem Thema hast und ein Teil davon werden möchtest, dann melde dich gerne bei uns über LinkedIn oder auf regionwestfalen.de.
00:37:40: Dieser Podcast wird präsentiert von Indie-Region Westfalen.
00:37:43: Das ist ein Kooperationsprojekt der Wirtschaftsförderungen aus den Regionen Hagen, Hamm, Bochum Dortmund und dem Kreis Uner Und wird realisiert durch Förderung des europäischen Fonds FRNW und dem Land NRW.
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