Folge 23: Für Generationen: Wie Murtfeldt als Familienunternehmen Nachhaltigkeit lebt
Shownotes
Kunststoff gilt oft als Umweltproblem. Doch welche Rolle kann der Werkstoff für eine nachhaltige Industrie spielen? Wir sprechen mit Philipp Austermann über Kreislaufwirtschaft, ressourceneffiziente Bauteile, 3D-Druck und Dekarbonisierung. Außerdem erfahren wir, warum Nachhaltigkeit bei Murtfeldt Teil der Unternehmensstrategie ist und welche Innovationen die industrielle Produktion künftig prägen werden.
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00:00:01: Also ich muss ja sagen, in aller allermeisten Fällen habt ihr mich Gregor und Du Jonathan an Orte und zu Firmen geführt, die ich voll noch gar nicht kannte.
00:00:10: War sehr spannend!
00:00:11: Das ist jetzt eine Ausnahme.
00:00:12: Brackel-Murtfeld Ich weiß gar nicht wie oft ich hier schon war Und zwar weil das – ich sage es mal ganz ungeschminkt – Murtfeld ein echtes Dortmunder Vorzeigeunternehmen ist.
00:00:21: Die sind offen in der Kommunikation für uns Medienmenschen und haben auch in allen Bereichen immer gut was vorzuweisen und positiven Sinne.
00:00:30: Was verbindet es du eigentlich so mit dem Namen Motfeld?
00:00:33: Ja, also wir persönlich von Region Westfalen natürlich einen verlässlichen Partner auch wenn Du sagst Wir waren schon oft hier, wir kennen das Unternehmen.
00:00:41: Ich glaube wir haben heute bei Motfeld trotzdem die Möglichkeit zu hören was die so Neues
00:00:46: machen.
00:00:47: Als ich's letzte Mal hier war da ging es um KI Natürlich das Modetheber zur Zeit Und ich bin gespannt ob auch dieses KI etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat.
00:00:56: Gehen wir nochmal ran.
00:00:58: Willkommen bei Fünf vor Grün, dem Podcast aus der Region Westfalen mit spannenden Insights von Menschen.
00:01:03: Mit richtig guten nachhaltigen Ideen und los
00:01:06: geht's!
00:01:09: Und weiter geht es.
00:01:11: Der Nachhaltigkeit ist ein Thema das wird uns alle so schnellig loslassen.
00:01:15: hier ist wieder fünf vor grün den Nachhaltigkeitspodcast von Indiregion westfalen.
00:01:21: mein Name ist Kai Bandermann ich bin Journalist
00:01:24: und ich bin Jonathan Nagusch.
00:01:25: Ich arbeite bei der Wirtschaftsförderung Dortmund Und wir sind heute zu Gast bei Philipp Ostermann von Mutfeld.
00:01:32: Mutfeld hatte ich schon gesagt, wirklich ein Eckpfeiler der Dortmunder Wirtschaft in jeder Hinsicht, ein offenes kommunikatives Unternehmen wie als Medienmenschen können da immer anrufen haben immer eine offene Tür.
00:01:46: Dich habe allerdings, Philipp hab' ich noch nicht kennengelernt und du mich vermutlich auch nicht.
00:01:49: deswegen erzähl doch mal bisschen von dir.
00:01:52: Wie bist Du zum Mutfeld gekommen?
00:01:54: Und vor allem was machst Du hier in diesem Unternehmen?
00:01:57: Ja, also wie schon gesagt Philipp Ausdörmer mein Name.
00:02:00: Studiert habe ich in Dortmund an der TU Maschinenbau mit Fokus auf Produktionsplanung und die Geschichte beim Mutfeld bei mir ist relativ lang schon her.
00:02:11: Also ich hab damals in einer Schule im Praktikum gemacht hier bei dem Girls Day wo dann die Jungs natürlich auch zwei Wochen Praktikum machen konnten.
00:02:19: Da war ich zum ersten Mal hier das war so zweitausendneunzehn rum.
00:02:23: es ist schon sehr lange her Und während des Ende meines Studiums habe ich hier als Werkstudent gearbeitet und mich mit Dichtungstechnik beschäftigt, also Festkörperdichtungestechnik.
00:02:34: Und bin dann nach meinem Studium direkt hier gestartet im gleichen Bereich der Dichtungstechnik und bin jetzt seit August letzten Jahres zentraler Ansprechpartner für die additive Fertigung hier im Standort Dortmund.
00:02:46: Können wir gleich nochmal etwas ins Detail gehen wie sich das zusammensetzt.
00:02:49: aber grundsätzlich dass Technologie, die es ja schon länger gibt.
00:02:54: Aber die wir hier auch seit ein paar Jahren auch sehr aktiv nutzen, hier am Standort dann auch vernünftig eingliedern können.
00:03:00: Sehr schön!
00:03:01: Jetzt haben wir ein bisschen über dich gehört Philipp.
00:03:03: Erklär uns doch noch mal ein bisschen was Mutfeld überhaupt macht?
00:03:07: Du hattest gesagt Dichtungstechnik, additive Fertigung... Was ist Mutfeld für ein Unternehmen und was stellen die her?
00:03:12: Also Dichtungstechnik und additive Ffertigung ist auf jeden Fall nicht der größte Bereich den Mutfeld bedient.
00:03:17: Mutfeld ist groß geworden mit der zersparenen Bearbeitung von Kunststoffen also Hauptsächlich, jeder kennt, wer im Notfeld kennt auch das S-Grün.
00:03:26: Also unser Heritage Werkstoff der für sehr gute Verschleiseigenschaften bekannt ist.
00:03:32: und Notfeld hat seit Beginn an Kunststoffe gehandelt.
00:03:38: mittlerweile produzieren wir die auch selber diese Polyethyläne beziehungsweise ultra hochmolekulare Polyethylene also die dadurch halt sehr lange halten können und zersparen die auch.
00:03:49: Also Mutfeld ist jetzt seit über siebzig Jahren da in dem Game dabei, und es wirklich auch durch diese Materialien sehr bekannt.
00:03:56: Und die additive Fertigung kam jetzt vor ein paar Jahren hinzu weil wir einfach auch gemerkt haben dass die additive fertigung halt Flexibilität und Möglichkeiten bietet, die man so einfach mit der zerspanenen Herstellung nicht erreichen kann und daher hier eigentlich für Kunststoff bekannt sind und auch ein Experte in diesem Bereich sind, ist das natürlich klar dass wir uns auch die Fühle ausstrecken.
00:04:17: Und schauen was es gibt noch für Technologien und Möglichkeiten?
00:04:20: Gut also wir haben gehört Mutfeld stellt Kunststoffe her vertreibt Kunststoff bearbeitet Kunststoff.
00:04:26: wenn wir jetzt an Strohhalmer aus Kunststoff decken an Plastiktüten aus Kunststoff ist das intuitiv erstmal etwas was nicht grundsätzlich nachhaltig ist.
00:04:36: wie bringt ihr diesen Widerspruch des Produzierens von Kunststoffen und der Nachhaltigkeit zusammen, wie macht ihr das?
00:04:42: Ja also da muss man erstmal etwas differenzieren wo das ganze Plastiktüten und Strohhalmer.
00:04:46: Also Mordfeld stellt im Endeffekt keine, sag ich mal Wegwerfartikel her.
00:04:52: Also was wir machen sind alles Hochleistungskunststoffe d.h.
00:04:55: verschleißarme Werkstoffe sehr technische Kunststoffe die halt extreme Umweltbedingungen Belastungen Temperaturen Chemikalienbeständigkeiten schaffen.
00:05:06: Klar, Kunststoff ist ein Material.
00:05:09: Wenn man es einmal benutzt und wegschmeißt natürlich nicht nachhaltig ist.
00:05:12: Auch unsere Kunststoffe wenn man die jetzt ins Meer schmeißt bleiben sie da auch eine sehr lange Zeit.
00:05:17: also das ist auch nicht optimal.
00:05:18: aber das ist gar nicht im Endeffekt in der Anwendung die wir haben.
00:05:21: weil bei uns geht's halt darum genau diese Eigenschaften von Kunststoff dass er nämlich nicht verwittert, dass er nicht korrodiert, sich zersetzt zu nutzen um halt Maschinen und Anlagen damit auszustatten.
00:05:34: Und die halt sehr lange zu nutzen, weil Metall rostet Kunststoff nicht.
00:05:38: Bevor wir da in die Tiefe gehen – das sind jetzt zwei sehr spannende Aspekte, die wir auf hier von besprechen wollen – vielleicht noch einmal ganz kurz im Anfang zurück zum Unternehmen und seiner Philosophie, in die du ja schon als Schüler ein bisschen eingetaucht bist und jetzt als regulärer Mitarbeiter vielleicht auch ein bisschen mehr spürst?
00:05:57: Ja für ja mehr!
00:05:59: in dem vergangenen Jahr etwas gemacht, wo euch keiner zu zwingt?
00:06:02: Er hat Nachhaltigkeitsbericht.
00:06:04: erstellt.
00:06:05: Da muss man nicht, man muss eine Bilanz machen fürs Gericht und für den Bundesanzeiger und so und fürs Finanzamt.
00:06:13: aber Nachhaltigkeitsbericht das wäre nicht nötig.
00:06:16: Und habt ihr wirklich sehr häre Worte gefunden?
00:06:18: Wir sind nicht auf kurzfristige Gewinnoptimierung aus und wir wollen ein kerngesundes zukunftsfähiges Unternehmen sein.
00:06:25: Das sind sehr große Worte.
00:06:28: Du bist ganz jung dabei Von deiner Atmosphäre, vom Gefühl von der Atmosphere hier beim Mordfeld.
00:06:35: Wie spürst du das persönlich?
00:06:37: Sind das nur leere Worte oder ist es wirklich gelebt für dich?
00:06:41: Ja also bei uns ist es so wenn man auch durch die Belegschaft mal durchgeht.
00:06:45: Es gibt super viele Leute, die auch seit Jahren hier sind Also sehr langfristige Mitarbeiter teilweise auch Ehepaare Die dann auf einmal beide hier arbeiten Oder Brüder die auch dann hier anfangen zu arbeiten.
00:06:56: Man merkt schon sehr deutlich, dass Mutfeld möchte langfristig wachsen.
00:07:01: Möchte sich gut darstellen um quasi wirtschaftlich auch gut dazustehen.
00:07:05: also man merkt meines empfindens nicht das irgendwo ein hoher Mitarbeiter verschleiß ist oder irgendwo der sage ich mal der Druck also das zwanghafte Umsetzen von Themen auf Kosten von anderen Dingen halt im Vordergrund steht.
00:07:22: Also man merke wirklich dass die Geschäftsführung sehr darauf bedacht ist, sowohl die Mitarbeiter langfristig zu fördern und zu erhalten den Standort zu erhalten.
00:07:31: Den Standort auch auszubauen.
00:07:32: es wird immer wieder was renoviert wir haben Superbüro-Räume.
00:07:36: Es wird immer nachgelegt auch bei Maschinen sobald Maschienen anfangen Probleme zu machen werden die repariert getauscht sofort.
00:07:42: also das ist schon von der Atmosphäre sehr angenehm.
00:07:45: und diese Worte empfinde ich auch als sehr zutreffend weil wie gesagt Ich bin jetzt auch erst seit zwei Ja gut, guten zwei fast drei Jahren dabei wenn man die Werkstudentenzeit mit rein rechnet.
00:07:56: Und in der Zeit habe ich wirklich gemerkt dass obwohl es wirtschaftlicher einfach eine schwere Zeit auch ist klar man muss immer schauen wo man bleibt.
00:08:03: aber es wurde nie großartig da Sachen umgesetzt die nicht im Sinne des Unternehmens sondern wirklich profitorientiert sind sondern man will langfristig sich hin ordentlich aufstellen.
00:08:14: Das merkt man auf jeden Fall.
00:08:15: Eben ein Familienunternehmen mit der vierten Generation, bereits jetzt in der Geschäftsführung?
00:08:20: Korrekt ja!
00:08:21: Ich
00:08:21: hatte gesehen dass der Nachhaltigkeitsbericht trägt auch den Namen seit Generationen für Generation.
00:08:25: das passt eigentlich perfekt dazu.
00:08:28: ich hatte auch im Bericht von den zwölf verschiedenen Handlungsfeldern gelesen die ihr bearbeitet habt und jetzt die die jetzt für mich in dem klassischen Bereich der nachhaltigkeit fallen Emission Energie Materialzyklus vielleicht so in der Reihenfolge.
00:08:45: in kurzen Worten, was sind so die für dich prominentesten Projekte, die ihr hier am Standort oder generell in der Firma realisiert habt?
00:08:53: Also jetzt intern- oder Kundenprojekte nach außen.
00:08:56: Vielleicht erstmal intern!
00:08:57: Ja also grundsätzlich wir werden es gleich beim kleinen Rundgang mal sehen dass unsere Anlagen eigentlich grundsätzlich natürlich nicht alle aber in großen Teilen an einem, sag ich mal Netzwerk angeschlossen sind wo die Späne... wo der Abfall zum Beispiel abgeführt wird.
00:09:13: Und dieser Abfall geht nicht komplett in den Müll oder in die Verbrennung, sondern wir haben an den Maschinen quasi Absaugung dran, wo Maschine auch Sorten reinarbeiten, wo wir diese Kunststoffe quasi gezielt abführen – diese Insozyklon-Trennen von Metallresten gebrochenen Werkzeugen
00:09:31: usw.,
00:09:33: diese dann zerkleinern und wieder in unsere Pressen mit einführen.
00:09:35: Also das ist zum Beispiel etwas, wo wir intern halt auch extrem viel Material sparen können.
00:09:41: Was einmal zum einen wirtschaftlich ist, aber auch nachhaltig ist weil wir natürlich nicht alles immer aus Neumaterial pressen.
00:09:47: Ja der Nachhaltigkeitsbericht trägt ja auch den Namen Seitgeneration für Generation.
00:09:51: das passt ja in dem Aspekt sehr gut.
00:09:53: ich hatte in dem Nachhaltighatsbericht auch von verschiedenen Handlungsfeldern gelesen indem ihr Nachhaltigkeit bearbeitet.
00:10:00: wie macht ihr das auf der Kundenseite?
00:10:02: Ja also grundsätzlich wir hatten es gerade ja schon mal am Anfang kurz angeteasert Kunststoff ist ein Material, das sehr lange überdauert.
00:10:11: Wenn es eine Witterung ausgesetzt ist nicht sich sofort zersetzt rostet und so weiter.
00:10:15: Und auch der Verschleiß ist halt ein Riesenthema.
00:10:17: also die Werkstoffe, die wir bei unseren Kunden einsetzen sind eigentlich zu sehr in sehr großen Teilen, wenn's jetzt zumso Gleitprofile geht oder Spannboxen geht, die halt klassischerweise aus unserem grünen Material sind geht es wirklich darum den Verschleiß zu minimieren, die Lebensdauer zu maximieren und somit halt einen Kunden eine Lösung zu bieten, die möglichst langfristig funktioniert.
00:10:40: Natürlich gibt es immer wieder Themen wo Serien mal getauscht werden, wo sich man vielleicht ein Flaschen-Design in der Abfüllung ändert oder sowas in der Art.
00:10:48: aber wir schaffen es mit unserem Material sehr lange Einsatzzyklen zu erreichen und somIT natürlich auch wenig Material auszutauschen.
00:10:58: Ein Stück Kunststoff ist jetzt vielleicht nicht das umweltfreundlichste, wenn man es danach halt irgendwo in den Teich schmeißt.
00:11:04: Was hier aber nicht passiert?
00:11:05: Sondern wir machen ein Stück Kunststoff dahin.
00:11:07: Das hält zehntausende hunderttausende Zyklen aus von Bauteilen was dann natürlich sehr nachhaltig ist weil wenn man dann auch gerade mit Medien arbeitet Feuchtigkeit, Zuckersaft also eine Abfüllung geht's wirklich dann auch mal Richtung Apfelsaft und solche Sachen die halt auch sehr stark korridierend sind.
00:11:23: Dann sind natürlich selbst Metallteile gehen dann schon mal schneller eine Knie oder schleifen ab, rosten usw.
00:11:30: als unsere Kunststoffteile und somit schaffen wir halt eine sehr hohe Lebensdauer.
00:11:34: kann sagen die Metalle sind eigentlich so eure großen Konkurrenten.
00:11:38: die punkten häufig damit dass sie sagen ha wir sind recycelbar wir können irgendwie das ein kupfer hinter wieder einschmelzen da ist das kupfer wie vorhin hundert prozent recyclable.
00:11:48: die müsst ihr sozusagen raus drängen.
00:11:50: beim Kunden funktioniert das also immer noch.
00:11:53: als er sagt Unser Mordfeldkunststoff ist doch die bessere Variante, um dieses kleine Ritzel oder diese kleine Platte zu auszufüllen.
00:12:05: Natürlich hat Metall auch seine Vorteile allein was Stabilität und Festigkeit angeht.
00:12:10: man kann halt ganz dünne Profile machen die natürlich dann deutlich mehr aushalten als ein Kunststoffprofil.
00:12:15: nur aktuell ist es wirklich so dass die Kunststoffe sehr viel eingesetzt werden.
00:12:19: Es gibt auch Anwendungsfälle, wo da so viele Vorteile bestehen.
00:12:22: Nicht nur Verschleiß, auch Lautstärke zum Beispiel!
00:12:24: Wenn man sich überlegt... Man hat Kettenführungen, man hat Sterne in denen die Flaschen reinrattern in Tausenden, Zehntausende pro Stunde.
00:12:32: Das ist natürlich deutlich leiser wenn man das mit Kunststoffteilen macht.
00:12:36: und wenn man mal in so einer Abfüllanlage war, das ist schon eh nicht besonders leise.
00:12:40: aber wenn man jetzt noch alle Teile, wo wirklich Glas auf Metall kommt dann ist das unfassbar laut und grundsätzlich ja wir müssen Im Endeffekt, wir ersetzen Metallteile gegen Kunststoffteile aber da wo es halt sinnvoll ist.
00:12:53: Also wenn man sich so eine Abführanlage anguckt die besteht immer noch zu ninety Prozent aus Metall einfach ganz klassischer Profilbau.
00:12:59: ob jetzt diese Klemprofile sind Ob's Platten sind Rollen sind Da gibt's halt immer noch sehr viele Metallbauteile aus Edelstahl.
00:13:08: Aber ja grundsätzlich versuchen wir natürlich viel zu substituieren Aber das funktioniert gut.
00:13:13: Hast du da ein Beispiel vielleicht hier aus der Region, wo ihr mit einem Partner kooperiert habt?
00:13:18: Wo ihr vielleicht irgendwas Neues ausprobiert habt was besonders geklappt hat?
00:13:22: Ein Paradebeispiel sozusagen
00:13:23: Ja wir machen natürlich hunderte von solchen Projekten im Jahr sogar tausende teilweise.
00:13:29: Man kann zum beispiel sagen bei so einer Apfalanlage für Apfelsaft die wir in der Region haben mehrere Elemente, ob es jetzt so Verteilsterne sind.
00:13:40: Ob so Halterungen für Flaschen sind die über einen Luftdruck angesaugt werden wo wir halt extrem viele Bauteile drin haben was natürlich Mutfeld auch viel macht sind Funktionale bauteile wie so Wendersysteme zum Beispiel wenn man sich das ist ein bisschen schwierig vorzustellen aber man hat das halt oft man hat eine Flasche die irgendwo reinkommt Die wird ausgespült und muss dann wirklich auf den Kopf gedreht werden und ausgeblasen werden und wieder zurückgedreht.
00:14:06: simple Geschichte, wenn man sich das vorstellt.
00:14:08: Ja dreht man einmal auf den Kopf und wieder zurück.
00:14:10: aber wenn man jetzt von dreizig bis fünfzigtausend Einheiten pro Stunde ausgeht da kann ja nicht sich einer hinstellen und die anderen auf dem Kopf drehen sondern dann machen wir zum Beispiel Lösungen wo sie durch ein Wändesystem durchjagen die quasi auch aus unserem PE gefertigt sind sehr gleitoptimiert auf den kopf gedreht werden ausgeblasen werden wie er zurückgedreht wird.
00:14:28: Das funktioniert ohne Energiezufuhr ohne Roboter dass es einfach nur in reiner Schwerkraft oder Staudruck gefördertes Verfahren, was dann auch wieder nachhaltig ist.
00:14:39: Weil man da natürlich nicht irgendwelche großen weiteren Maschinen braucht die damit präzisen Greifern die Sachen umdrehen sondern das funktioniert passiv quasi.
00:14:49: also das sind so Beispiele die auch sehr cool anzusehen sind wenn man sowas mal im live sieht in vollem Verfahrgeschwindigkeit.
00:14:55: Das glaube ich.
00:14:56: Kann ich von der Sendung mit am Maus?
00:14:58: Ja genau!
00:14:59: Filipp, bevor wir vielleicht wirklich gleich mal einen kleinen Ausflug in die Produktion machen um uns das vor Ort anzugucken.
00:15:06: Vielleicht ein kurzer Seitenschritt zu dem mit der additiven Fertigung?
00:15:10: Ja.
00:15:11: Der normale Mensch kennt es unter drei D-Drucker eher den Begriff.
00:15:14: Das machst du auch da bist du auch für zuständig.
00:15:18: Inwiefern hat das was mit Nachhaltigkeit zu tun ist dass nicht.
00:15:21: für mich war das einfach immer nur eine andere modernere individualisierte Produktionsmethode aber nachhaltige auch.
00:15:28: Also was man bei der antitiven Fertigung zum Bereich Nachhaltigkeit sehen kann, ist auch da verarbeitet man natürlich Kunststoffe klar.
00:15:36: Aber wir nutzen da Hochleistungskunststoffe und wir drucken ja auch keine Plastiktüten- und Strohhalmen wie wir das gerade so gesagt haben sondern wir machen technische Bauteile die auch sehr lange halten.
00:15:48: Und bei der Antitivenfertigung ist halt ein Riesenvorteil Man fügt Material dort hin wo man Material benötigt zerspahnt ist weg.
00:15:56: Wir haben ja natürlich, hier geben wir gleich darauf einen in der Produktion ein bisschen auf die Spanenlogistik, die wir hier machen.
00:16:01: aber beim Zersparen trägt man ja Material ab aus dem Vollen und bei der antitiven Fertigung bringt man genau da Material hin wo man es benötigt.
00:16:08: und zum Beispiel bei unseren Pulververfahren, wo wir im Pulverbett drucken wird quasi da das Bauteil aufgeschmolzen versinnt hat und überall wo kein Bauteile ist dieses alte Pulver wird wieder in den Prozess zugeführt sehr, sehr häufig.
00:16:25: Es gibt natürlich Pulverbereiche direkt am Bauteil was so ein bisschen verbacken ist durch die Wärme.
00:16:30: das geht dann nicht mehr so gut.
00:16:31: aber auch da sind wir jetzt gerade dabei einen Filament daraus herzustellen was wir dann wieder in Druckern verdruckten können also in Filamentdruckern verdrücken können und somit haben wir eigentlich was Materialverschwendung angeht?
00:16:43: Ist das eigentlich auf einem Minimum reduziert?
00:16:46: Herzlich an wie die optimale Methode bei was für Bauteilen nutzt ihr diese Technologie?
00:16:52: sonst würdet ihr hier ja gar nicht mehr zersparen, sondern nur noch drei D-Drucken.
00:16:55: Wo
00:16:56: stößt diese Technologie an ihre Grenzen und wo ist Ihr perfekter Einsatzbereich im Moment?
00:17:01: Also aktuell nutzen wir die additive Technologie oder den Dreidruck in fast allen Wirtschaftszweigen, die wir auch so bedienen also ob es jetzt Automotive ist Medizintechnik, Lebensmitteltechnik sehr viel.
00:17:13: ein Beispiel saßen zum Beispiel so Greifer sich dadurch auszeichnen, dass man zum einen ein Greifersystem drucken kann wo dann z.B.
00:17:22: auch die Kanäle für die Sorgkneumatik direkt mit eingedruckt sind so das man halt nicht da noch Verschlauchung hat und irgendwelche Fittings die darauf sitzen sondern man hat alles quasi in einem Bauteil.
00:17:33: weil der riesen Vorteil ist, dass bei der additiven Fertigung mehr Komplexität in einen Bauteil reinbekommt, ohne dass es teurer wird oder viel aufwendiger zu fertigen.
00:17:42: Klar liegen das Modell zu erstellen, wird natürlich dann irgendwann aufwändig klar.
00:17:45: aber wenn man das einmal hat kann man das ja so oft drucken wie man möchte und dadurch kann man halt viele Funktionen zusammenführen und hat quasi ein sehr komplexes Bautei was dann im Endeffekt auch nicht viel teurer ist.
00:17:58: der Unterschied zum Zerzutat zersparnung ist ganz klar Material dorthin flügt, wo man es braucht und bei der Zersparnung dort Material wegnimmt.
00:18:07: Wo man es nicht braucht gibt's natürlich irgendwo ein Sweetspot.
00:18:10: wenn das Bauteil sehr viel Material beinhaltet machts natürlich weniger Sinn das überall hinzuführen.
00:18:15: wenn ich jetzt einen riesen Klotz habe sage ich mal dreißig Zentimeter hoch fünfzig breit sechzig lang und da sind einfach nur drei Noten drin von einer Funktion sei mal dahingestellt.
00:18:24: aber Wenn man so ein Bautel ist, natürlich additiv herstellen möchte.
00:18:27: Das dauert Stunden und ist in manchen Verfahren überhaupt nicht möglich durch diese thermische Belastung von dem Material.
00:18:32: Und da haben wir unsere gepressten Platten.
00:18:34: Da fährt man dreimal mit einem Fräser durch und dann ist man fertig als Extrembeispiel.
00:18:38: Ja?
00:18:38: Das ist die Unterscheidung.
00:18:40: Ich glaube das war jetzt noch ein bisschen so'n kleiner Ausflug in die nähere oder fernere Zukunft und vielleicht der richtige Moment.
00:18:47: Jonathan Philipp, dass wir vielleicht jetzt mal in die aktuelle, in die reguläre Produktion von Mutfeld reinschauen.
00:18:53: Sehr
00:18:54: gerne!
00:19:00: Ich bin ja jedes Mal überrascht, wenn ich hier durchgebe.
00:19:02: Bei euch Philip habe ich das Gefühl, man kann vom Boden essen.
00:19:05: Da ist doch ziemlich sauber alles.
00:19:07: und dieses Grün, dieses Mutfeldgrün.
00:19:12: Was hat es damit eigentlich aufsehen?
00:19:14: Ja, das Mutfeldesgrün – das ist unser bekanntes Material.
00:19:18: Das ist wie gerade schon kurz angesprochen ein ultrahochen moleculares Polyethylen, also ein sehr verschleißfester Kunststoff der bei uns auch selber hergestellt wird.
00:19:27: Das ist im Endeffekt auch der Beginn von der ganzen Materialkette, kann man das auch so sehen.
00:19:32: Also wenn man diesen Kunststoff herstellt in Plattenpresst und den dann nachher z.B.
00:19:36: zerschwandt nutzen wir diesem Kunststoff auch im Endefekt um wieder Regenerate herzustellen.
00:19:43: also wir haben hier Maschinen die wirklich nur diesen Kunststoff verarbeiten und diese Späne die dadurch entstehen werden halt über unsere Systeme die ihr überall seht.
00:19:52: an den Decken das sind diese großen edelstar leitungen werden diese Späne quasi abgeführt und von Metallresten usw.
00:20:00: anderen Dingen kühlschmilchstoff und so weiter getrennt und gehen dann wieder in das Pressverfahren mit rein, also daraus entstehen an unsere Regeneratplatten.
00:20:09: Das ist natürlich, je mehr man den Kunststoff zersparen und wieder aufschmilzt, man hat einfach nicht so lange Polymerketten, das ist natürlich dann von der Stabilität, Haltbarkeit
00:20:19: usw.,
00:20:20: nicht so extrem gut wie das S-Grün Aber reicht für viele Anwendungen auch aus, wenn es jetzt nicht auf so extreme Verschleißanwendung ankommt.
00:20:28: Ich hab mich gerade gefragt ... Wir beide können's nicht wissen wie das hier vor zwanzig, dreizeh Jahren aussieht als ihr vielleicht beim Mordfeld das Thema Nachhaltigkeit noch nicht im Fokus stand.
00:20:39: Wann dann wirklich Späne rumgeflogen?
00:20:42: Irgendwann hat es mir am besten wohl rumgelaufen und haben mal ältere Kollegen was erzählt.
00:20:47: Ja, also wie gesagt ich bin ja auch noch erst seit knappen drei Jahren hier.
00:20:50: Aber man sieht es jetzt ab und zu, das lässt sich nicht vermeiden.
00:20:53: Also zum Beispiel in unserer Dreherei gibt's halt auch viele Prozesse wo quasi wirklich Spanflug ist.
00:21:00: Man sieht da hinten auf dem Boden so ein bisschen wir haben natürlich keinen schönen gebrochenen Span, wie man das aus der Metallbearbeitung kennt.
00:21:07: Kunststoff zieht immer solche Fließspäne.
00:21:10: Das heißt man
00:21:10: hat manchmal
00:21:11: einen Haufen Späne, der hat ungefähr einen Kubikmeter Volumen komplett durchläuft.
00:21:17: Also hier auf dem Boden liegt auch noch viel rum,
00:21:20: das Schöne
00:21:21: ist dass Kunststoffe natürlich auch sehr sauber sind.
00:21:23: man hat wenig Staubentwicklung und so weiter.
00:21:26: also die Würden werden natürlich auch jeden Tag gereinigt.
00:21:29: das ist ebenfalls so.
00:21:30: aber Kunststoffen sind auch kein Material was super alles einsaut wo man extrem viel Staub usw.
00:21:37: hat den man dann auch in der Luft hat sondern das ist gut.
00:21:40: wie gesagt man kann es gut mit Besen aufkehren und das ist auch heute noch so dass wir die Kollegen mit den Besen rumlaufen und da sauber machen.
00:21:47: Natürlich versuchen wir so viel wie möglich abzugreifen, dass wir halt die Arbeit uns auch erleichtern.
00:21:52: Sehr ja einige Mitarbeitende, die will ich jetzt aber bei der Arbeit nicht stören.
00:21:56: deswegen frage ich dich das über worüber wir reden ist das sage ich mal ein verkopftes Management eben Thema oder wissen die das auch alle?
00:22:05: und wie werden die eingebunden in diese Philosophie dieser Nachhaltigkeitsphilosophie bis an die Produktionsarbeitsplätze erreicht?
00:22:13: Wie holt ihr die Mitarbeiter hier im dieses Thema
00:22:15: rein?
00:22:17: Wir müssen die Mitarbeiter immer mit einbeziehen, das ist im Endeffekt das ausführende Organ.
00:22:24: Unsere Mitarbeiter
00:22:27: verstehen
00:22:28: auch, dass sie am Endeffekte ein wichtiger Aspekt sind weil wir können uns in unseren Büros überlegen was wir wollen.
00:22:35: wenn die Maschinen nicht bedient wird kommen keine Teile dabei raus.
00:22:39: Gerade bei der Nachhaltigkeit werden natürlich Fragen wir die auch.
00:22:43: Habt ihr selber Themen, wo er sagt, ey ... Die Maschinen laufen hier den ganzen Tag?
00:22:48: Oder Druckluft?
00:22:49: habt ihr ne Lekage gefunden?
00:22:50: also Wir haben ja
00:22:51: auch einen engen Austausch
00:22:52: mit den Mitarbeitern, die dann wirklich sagen, wir haben hier was gefunden und da kann man das optimieren.
00:22:58: Okay,
00:22:58: herzlichen Dank!
00:22:58: Ich würde sagen, da gehen wir jetzt mal wieder zurück in unser Podcaststudio.
00:23:06: Ja Philipp, danke dass wir bei euch bei euch in die Produktion schauen durften.
00:23:10: Ja, ich bin wirklich gespannt
00:23:11: Diese Rückführungssysteme sehen konnten.
00:23:13: Jetzt hatte ich im Nachhaltigkeitsbericht gesehen, ihr macht noch, bearbeitet noch ganz viele andere Themen.
00:23:17: Energie
00:23:18: etc.,
00:23:18: BP erzähl doch dazu ein zwei Sätze.
00:23:22: Ja also wir haben natürlich wie ihr gerade sicher gesehen habt in der Produktion einige Maschinen da stehen die auch permanent laufen was natürlich auch in unserem Interesse ist.
00:23:30: dementsprechend haben wir auch einen sehr hohen Energieverbrauch.
00:23:32: Also wir haben nicht nur die zerspahnden Maschine Die Temperöfen kleinere Maschienen handgehaltene Maschien werden ja ganz viel gesehen.
00:23:39: Wir haben aber auch unsere großen Pressen zum Beispiel das heißt wo unsere ultrahochmolykularen Poly-Otyläne quasi versintert werden.
00:23:47: Da braucht man natürlich hohen Druck, sehr viel Wärme um das auch alles aufzuheizen und wir versuchen aktuell hat auch wirklich an unterschiedlichen Quellen zu gucken.
00:23:57: wo geht die Energie hin?
00:23:59: ja diese Klassiker natürlich Luftdrucksysteme also für Druckluft, das ist natürlich auch immer ein Punkt dass die auch abgeschaltet werden.
00:24:07: Dass sie nicht die ganze Zeit durchlaufen, dass es keine Lex gibt und dass die Kompressoren immer anspringen.
00:24:11: Dann welche Maschinen brauchen besonders viel Strom?
00:24:13: Gibt's vielleicht irgendwelche Defekte an Maschine?
00:24:16: Wo geht die Leistung hin?
00:24:17: Dass man das halt so ein bisschen monitoren kann um zu sehen wo kann man auch was optimieren?
00:24:21: Das war sogar im Kleinen so wie wir gesagt haben Wir nutzen Handgebläse, Akku-Handgeblässe statt immer Druckluft.
00:24:28: Weil Drucklufte ist halt ein Riesenfaktor was Energie angeht und wenn man nur mal ein paar Spinnen von der Spinde runter blasen möchte dann muss man jetzt nicht unbedingt da den ganzen Tank leer machen.
00:24:38: also das sind so Kleinigkeiten.
00:24:40: wir versuchen überall daran zu arbeiten.
00:24:41: das heißt auch unsere Solaranlage auf dem Dach die natürlich auch permanent produziert.
00:24:47: genau so versuchen wir in den Energiefluss ein bisschen zu steuern.
00:24:50: Also ihr habt muss man sagen hundert Prozent Ökostom Wasserkraft bezieht ihr Also Strom aus Wasserkraft.
00:24:58: Den Strom, den wir beziehen ja auch relativ viel Gas noch dazu weil unsere Pressen werden ja auch mit teilweise also zu größten Teilen auch mit Gasflamme geheizt.
00:25:08: natürlich haben wir relativ einen sehr relativ hohen Stromverbrauch.
00:25:12: Wir sind da auf jeden Fall im zweistelligen Gigawattbereich wo wir das im Jahr benötigen und von der Energie insgesamt nur.
00:25:21: Wir können natürlich einerseits sagen, wir brauchen so viel Strom.
00:25:24: Da ist es uns egal ob irgendwo ein Standby-Gerät an ist.
00:25:28: Das ist auch wahrscheinlich uninner Bilanz.
00:25:30: wenn man da jetzt alles optimiert fällt das wahrscheinlich nicht so stark ins Gewicht.
00:25:34: aber wir versuchen trotzdem überall wo's wirklich nicht nötig ist stromeinzusparen weil die Masse machts dann auch irgendwann das gleiche auch mit der Wärme.
00:25:41: also unsere pressen werden halt permanent geheizt und die laufen auf vierundzwanzig sieben durch.
00:25:46: Also wir haben hier keinen Betrieb.
00:25:47: dass wir die komplett abkühlen lassen das ist einfach nicht wirtschaftlich Und somit ist da immer sehr viel Wärme drin.
00:25:52: So versuchen wir zum einen schon mal die Wärmung immer wieder im Prozess zu nutzen, aber trotzdem hat man da auch eine Menge Abwärme, die entsteht wo wir auch aktuell dran sind eine sinnvolle Lösung zu finden möglichst viel von egal welchem Energieart nachhaltig wiederzunutzen.
00:26:08: Manchmal ist das natürlich schwieriger.
00:26:10: also im Winter nutzt man es quasi weil das Werk von den Pressen da muss man halt dann nicht unbedingt viel heizen.
00:26:15: Im Sommer ist es natürlich dann genau das andere Problem.
00:26:18: Aber da sind wir auf jeden Fall auch dran gerade das zu optimieren alles.
00:26:22: Okay, anderes Thema jetzt haben wir ja Zugang zu euch bekommen zur eurem Unternehmen und zu dir weil du ja bei uns und wir zu euch den Draht bekommen haben, weil wir ein Netzwerk sind, ein Wirtschaftsnetzwerk.
00:26:35: Hast Du Erfahrung in Deiner Arbeit gemacht mit Netzwerken?
00:26:39: Mit Instituten?
00:26:40: Mit Kooperationen?
00:26:41: Mit Kunden die Euch und den Kunden vielleicht weitergebracht haben, irgendein interessantes Forschungsprojekt was ihr umgesetzt habt?
00:26:47: wie wichtig sind Netzwerke und diese Kooperation für euch?
00:26:50: Also wir sind sehr aktive Netzwerken, zum Beispiel mit dem Kunststoffinstitut in Lüdenscheid zusammen.
00:26:55: Das ist auch ein sehr großes Netzwerk von produzierenden Unternehmen im Kunststoffbereich und auch sehr viele, wo wir auch sehr aktiv dabei sind.
00:27:05: Einer unserer Geschäftsführer ist dort auch im Vorstand tätig aktuell und beteiligt sich auch sehr stark in diesem Bereich.
00:27:11: Ich selber habe mit denen auch schon Forschungsprojekte umgesetzt, wo es jetzt um Dichtungstechnik geht, wo man z.B.
00:27:16: Der Nachhaltigkeitsaspekt sieht, weil wenn man zum Beispiel ein Werkzeug abdichtet und muss da immer wieder eine Dichtschnur einlegen die man jedes Mal rausreißt.
00:27:23: Und immer wieder ne neue einlegen ist es natürlich schöner wenn man zb eine Dichtigung hat die immer wieder funktioniert ja auch tausende hunderttausende Zyklen und das sind halt solche Sachen die wir halt auch forschen weil wird das nicht per se nur wegen der Nachhaltigkeit machen.
00:27:37: Natürlich, wir wollen da auch irgendwo eine gewisse Wirtschaftlichkeit mit erzielen aber das geht oft auch Hand in Hand weil nachhaltigkeit bedeutet ja auch dass der Kunde weniger Ersatzteile braucht länger Spaß an den Teilen hat und sie länger nutzen kann und somit hat man halt auch immer einen wirtschaftlichen Vorteil.
00:27:53: Das haben wir auch gemerkt man muss immer bei der im Auge halten.
00:27:59: Aber das funktioniert ganz gut, wie gesagt dann haben wir auch mit Bayreuth neue Materialien.
00:28:03: bayreuthes ist ein institut.
00:28:04: zum beispiel haben wir noch mal diese Dichtungstechnik auf andere Verfahren ausgeweitet.
00:28:09: Das war so ein bisschen meine Anfangszeit als ich hier angefangen habe habe sehr viel in Forschungsprojekten gearbeitet.
00:28:14: natürlich mit der Wirtschaftsförderungen haben wir einen sehr guten Kontakt wo man auch mit den lokalen Leuten in Verbindung kommt was auch sehr wertvoll ist weil Wir haben das ganz oft auch, dass wir jetzt zum Beispiel mit einem Start-up zusammenarbeiten.
00:28:25: Die kannten uns gar nicht und wussten gar nicht, was wir z.B.
00:28:28: additive Fertigung machen.
00:28:29: Und die brauchen halt nur additive Fertigungen.
00:28:31: Da haben sie jetzt nicht direkt an den Notfeld gedacht.
00:28:32: Und da hat sich jetzt eine sehr nette Partnerschaft draus entwickelt.
00:28:36: Super unkompliziert!
00:28:37: Sie sitzen im Phönigs Westgelände.
00:28:39: Da kann ich nach der Arbeit vorbeifahren.
00:28:41: Das ist keine fünf Minuten Umweg.
00:28:43: Dann kann man sich die Sachen besprechen oder die Teile vorbeibringen, angucken.
00:28:46: Also dementsprechend sind solche Netzwerke sehr wertvoll für uns hier.
00:28:49: anderes Beispiel dachte ich zuletzt mit euch zu tun ist, dass ihr mit einer kleinen Softwarefirma hier aus Dortmund zusammen arbeitet.
00:28:56: Die Simulationen macht Simulationssoftware erstellt nämlich dann wenn ihr hier beim Mord fällt, sagen wir mal ein neues Produkt habt und wollt wissen bei welchem Druck zum Beispiel bricht es oder bei welcher Temperatur geht's in die Knie statt das wirklich live auszuprobieren um eine Menge Ausschuss zu machen und viel Sauerei sage ich mal.
00:29:14: auch kann man das nämlich auch simulieren im Rechner.
00:29:18: Und auch diese Firma habt ihr kennengelernt über so ein Netzwerk, nämlich über den INNO-Club der sich auch regelmäßig trifft dem Technologiezentrum und da ist auch die Wirtschaftsförderung dabei und viele andere Unternehmen wo eben dann etablierte Mittelständler, die über siebzig Jahre alt sind wie Murtfeld zum Beispiel mit einer neuen Software Schmiede zusammengebracht werden, auch ein Beispiel von Netzwerken was er gerade Jonathan vor allem fördern wollt.
00:29:40: Netzwerke top!
00:29:43: Okay, Philipp.
00:29:43: Dann würde ich jetzt zum letzten Teil unseres Podcasts übergehen und dir die Fragen stellen, die ich immer am Ende stelle.
00:29:49: Und zwar wenn du einen Satz ein Gedanken hättest den du unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben könntest aus diesem Podcast, aus deiner Zeit bei Modfeld, aus der Arbeit... Was wäre das?
00:30:02: Also was man grundsätzlich den Leuten mitgeben kann, die nicht viel auch mit Kunststoff zu tun haben ist, dass Kunststoff an sich Nicht schlechtes ist, wenn man ihn so einsetzt wie er auch gedacht ist.
00:30:15: Also man muss wirklich schauen dass man Kunststoffe in ihren Stärken nutzt und ihre möglichen Nachteile verhindert.
00:30:22: das heißt da nutzen wo sie wirklich einen Mehrwert bringen und dann sind Sie auch von der Nachhaltigkeit her nicht so problematisch wie man das jetzt von den klassischen Plastikstoalmen kennt sondern man schafft wirklich einen deutlichen Mehrwert und eine deutliche Langlebigkeit.
00:30:35: Und dann machen Kunststoff auch sehr viel Sinn.
00:30:37: alles klar Kai, ich glaube dann werden wir am Ende.
00:30:40: Genau danke!
00:30:41: Danke für den Einblick in eine Firma die als Bergbauunterstützer-Dienstleister mal angefangen hat in den Fünfzigerjahren.
00:30:48: aber man merkt ja vierte Generation es geht weiter ihr seid innovativ und nutzt alle Möglichkeiten um diesen Werkstoff-Kunststoff an dem Markt zu halten und aufkommen euch nur viel Erfolg erwünschen für euch hier und die mehr als die monat Menschen der auch muss beim Leben bei sagen die Für und Mitmordfeld arbeiten.
00:31:07: Philipp, besten Dank.
00:31:08: Sehr gerne!
00:31:09: Danke
00:31:09: euch!
00:31:09: Das wird zu Gast sein durften.
00:31:10: Ja,
00:31:10: sehr gerne.
00:31:12: Das war Fünf vor Grün.
00:31:13: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:31:14: Wenn du Interesse an dem Thema hast und ein Teil davon werden möchtest dann melde dich gerne bei uns über LinkedIn oder auf regionwestfalen.de.
00:31:22: Dieser Podcast wird präsentiert von Indiregion Westfalen.
00:31:26: das ist ein Kooperationsprojekt der Wirtschaftsförderungen aus den Regionen Hagen, Hamm, Bochum Dortmund und dem Kreis Brunner und wird realisiert durch Förderung des Europäischen Funds FRNW und dem Land NRW.
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