Folge 24: Ein neuer Anstrich für die Industrie – der Weg zur nachhaltigen Produktion
Shownotes
Nachhaltigkeit als strategische Aufgabe der Chemieindustrie: Wie gelingt die grüne Transformation eines mittelständischen Industrieunternehmens? In dieser Folge sprechen wir über die Auslöser für Veränderung, den Umgang mit Lösungsmitteln und VOCs in Lacken und Beizen sowie die Herausforderungen bei der Umstellung etablierter Produkte und Prozesse. Es geht um Widerstände, Wirtschaftlichkeit und die Rolle der Mitarbeitenden – und um die Frage, welche Entscheidungen den größten Unterschied machen. Außerdem erfahren wir, was andere Unternehmen aus diesem Transformationsprozess lernen können.
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00:00:00: Ich würde sagen, die stehen uns ganz gut.
00:00:02: Die orangefarbenen Westen mit dem Aufkleber der Aufschrift Besucher hinten drauf.
00:00:08: Echt zu viel der Besucher hab ich noch gar nicht gesehen?
00:00:10: Ja,
00:00:10: denn wir sind wieder Besucher und das zeigt, dass wir heute was produzierendes gehen werden.
00:00:18: Wir sind nämlich heute in Hamm bei Hesse-Lignal.
00:00:23: Da sind wir zu Gast bei den zwei Geschäftsführenden.
00:00:26: Und wollen die mal fragen, Nachhaltigkeit in Bezug auf Lacke, Farben, Weizen usw.
00:00:34: Ganz altes Hammerunternehmen viel Tradition und trotzdem den Mut was ganz Neues fast schon wie so ein Experiment zu starten.
00:00:42: ich bin nicht gespannt.
00:00:43: Willkommen bei Fünf vor Grün dem Podcast aus der Region
00:00:46: Westfalen mit
00:00:47: spannenden Insights von Menschen
00:00:49: Mit richtig
00:00:50: guten nachhaltigen Ideen Und los
00:00:52: geht's.
00:00:54: Ja, hallo und willkommen.
00:00:56: Da sind wir wieder fünf vor Grün der Nachhaltigkeits-Podcast von Indiregion Westfalen.
00:01:00: Mein Name ist Kai Bondermann ich bin Journalist hier im Ohrgebiet und begleitend tu mich heute ...
00:01:05: Jonathan Nagusch von der Witzersförderung Dortmund und wir sind heute zu Gast in Hamm
00:01:09: bei Hesse-Lignal.
00:01:10: Wir sind also wirklich Indiregonen in einem Ecken von Westfahlen gegangen nach Hamburg um Höfel Denn das ist der Sitz von Hesse Lignal.
00:01:18: Und am Anfang stellen wir unsere beiden Gesprächswaren Heute haben wir ja zwei Vor und sagen bitte, erzähl doch mal was von euch damit wir auch in Hintergrund kennen.
00:01:27: Hier halte ich das ein bisschen für der Nehmen denn Hanna und Jens Hesse sind seit kurzem oder auch schon seit längerem die Geschäftsführer, die aktuelle, die vierte Generationen, die dieses Hammer unternehmen dass hundertsechzehn Jahre alt ist führt und da jetzt zu sagen, na was könnt ihr denn so?
00:01:43: Wo kommt ihr her?
00:01:43: Ich finde dich falsch, wir sollten einfach mal reden.
00:01:46: wie kam es an dich zu Hesse?
00:01:48: Wie es damals noch hieß, also vor hundertsechzehn Jahren gab es zwei Herren Hesse.
00:01:52: So glaube ich habe ich's gelesen die irgendwie den Dreifratten sich selbstständig zu machen.
00:01:57: Ihr beide habt auch nicht erlebt?
00:01:59: Aber was sagen die Bücher?
00:02:02: Was haben euch die Großeltern erzählt?
00:02:04: Ja herzlich willkommen.
00:02:05: erstmal bei uns in der Firma.
00:02:07: ja alles gestartet hat mit Fritz und Karl Hesse auch nicht hier am Standort im Bockumhöfel sondern im Hammer Westen Auch noch eine ziemlich lange Zeit, bis in die achtziger Jahre.
00:02:20: Und vielleicht erzählt Jens noch ein bisschen was wie es gestartet
00:02:23: hat?
00:02:23: Genau, die Anfänge waren tatsächlich ersten Handelsunternehmen.
00:02:27: Die beiden haben sich damals überlegt das Thema Holz muss im Bereich Handwerk verschönert werden.
00:02:32: Es werden Möbel daraus gebaut aus Holz oder auch Fußboden gestaltet.
00:02:38: Die müssen geschützt werden, die müssen schön gestaltet werden und da haben sie sich am Anfang tatsächlich mit beschäftigt.
00:02:43: Wo können wir solche Produkte kaufen?
00:02:45: Und haben irgendwann gesehen ach das können wir wahrscheinlich besser haben angefangen erste Produkte selber zu entwickeln und daraus ist dann halt eine Produktionsgesellschaft geworden.
00:02:53: über viele Jahre recht schnell.
00:02:55: auch ich glaube die Handelsphase war relativ kurz.
00:02:58: Wir haben die ein oder anderen Unterlagen aus der Zeit.
00:03:01: aber im zweiten Weltkrieg ist natürlich auch viel verloren gegangen und viel verbrannt.
00:03:06: Aber ein paar Unterlagen, Pachetskern findet man dann schon noch.
00:03:09: Zum Beispiel zu so einem fünfundzwanzigjährigen Jubiläum.
00:03:11: das war dann schon voll in der Kriegszeit oder in den Nazi-Zeiten.
00:03:16: Aber da hat man schon noch so ein paar unterlagen.
00:03:18: aber da war das schon wirklich ein produzierendes Unternehmen.
00:03:21: und ja da ging es los mit Holzhandwerk und Gestaltung von Holzeberflächen.
00:03:26: Wir werden heute viel über Nachhaltigkeit reden damit auch über gute sichere gesunde Arbeitsplätze.
00:03:32: Gibt es da Aufzeichnungen von damals?
00:03:34: Die Farben, Lackeindustrie, Chemie generell ist ja nun in deiner frühen Phase ein ziemlich robustes brutales hartes Stück Industrie gewesen.
00:03:45: Weiß man welche Rolle dieser Aspekt spielte?
00:03:47: haben die beiden Gründer damals auch schon daran gedacht dass sie doch mit Stoffen umgehen wenn auch vielleicht erst mal nur als Händler für die Mitarbeitenden nicht ganz ungefährlich sind?
00:03:57: weil das damals wurde schon so ein Thema.
00:03:59: Gesundheitsarbeitsschutz?
00:04:00: Ich glaube nicht, ich glaube das war wie in allen Industriezweigen.
00:04:04: War es eher das tun und das erledigen?
00:04:07: Das schaffen als dass man auf solche Dinge geachtet hat.
00:04:11: Es ging ja auch wirklich erst viel später, dass Arbeitsschutz ein großes Thema wurde.
00:04:14: Es war auch viel manuelle Tätigkeit früher.
00:04:17: heute haben wir viele verschiedenste Anlagen wo dann automatisch gerührt werden.
00:04:21: Solche Dinge, das war alles manuell früher und da hat man sicherlich nicht auf solche Themen damals geachtet wie's glaube ich auch überall in der Industrie so üblich waren.
00:04:30: Wir haben gehört, damals hat das Thema Nachhaltigkeit oder was in die Richtung geht noch nicht.
00:04:34: Die Rolle gespielt ist heute gespielt hat.
00:04:37: dann springen wir mal hundertsechzehn Jahre in die jetzt Zeit.
00:04:41: Wann ist der Punkt passiert?
00:04:43: Wann haben Sie sich?
00:04:44: Wanne habt ihr euch die ersten Gedanken gemacht?
00:04:47: da muss etwas verändert werden.
00:04:48: wann haben eure Vorgänger vielleicht schon die Grundlage gelegt und welche neuen Ideen im Bezug auf die nachhaltigkeit möchtet ihr jetzt anbringen im Unternehmen?
00:04:57: Also wir sagen immer, Verantwortung ist ja schon so die DNA von einem Familienunternehmen.
00:05:03: Wir sind jetzt in der vierten Generation aber auch schon.
00:05:06: ich bin über dreizehn Jahre im Unternehmen Jens ist über dreißig Jahre im Unternehmem.
00:05:13: also es sind ja auch schon Jahrzehnte wo wir dabei sind.
00:05:17: gestartet hat das Thema Nachhaltigkeit ungefähr vor Sieben Jahre, da ging es los mit unserem Rebranding unserer Marke.
00:05:27: Also eigentlich wollten wir nach außen nochmal wieder alles schick machen.
00:05:32: und dann sind wir an eine Markenagentur gekommen die gesagt haben, siebzig Prozent spielt sich im Inneren eines Unternehmens ab und das geht erst mal darum Werte zu formulieren, zu gucken wofür steht dieses Unternehmen?
00:05:48: Und unser Hauptwert war dann verantwortungsvoll.
00:05:51: Das haben wir mit allen Mitarbeitenden und Führungskräften erarbeitet, dazu kommen die Werte kompetent und inspirativ.
00:05:59: aber daher kommt das Thema Nachhaltigkeit, dass wir aus dem Wert verantwortungspfoll abgeleitet haben.
00:06:06: Was sind das dann für Maßnahmen, die sich im Anschluss ergeben?
00:06:10: und das Thema Nachhaltigkeit hat seitdem immer mehr Einzug erhalten?
00:06:15: Also es war kein Urknallereignis.
00:06:18: Es gab keinen konkreten Auslöser.
00:06:20: Es war ein Prozess der stattgefunden hat.
00:06:23: Und in diesem Prozess hat man herausgefunden... Wohin man will und welche Werte man verkörpern möchte, ist es richtig?
00:06:30: Ja nicht verkörpern möchte sondern wofür wir eigentlich zu dem Zeitpunkt auch standen.
00:06:34: Und das Thema verantwortungsvoll, dass war halt wirklich in den Gehen irgendwo drin.
00:06:38: Wir haben an der Stelle dann auch festgestellt aus Befragungen von Mitarbeitern auch Führungskräfte wie Hannah das auch gerade sagte, dass das allen so wichtig ist.
00:06:48: Da waren wir noch nicht bei Produkten und Sortiment sondern erst mal beim Grundwert Und das trägt sich dann in die verschiedensten Bereiche rein.
00:06:55: Das Thema Arbeitsschutz, wo wir ja gerade auch ganz am Anfang waren – das ist schon die Karten vorher ein ganz, ganz hohes wichtiges Thema bei uns gewesen und daran haben wir festgestellt dass es einfach einen Wert ist der in uns ist und er halt einfach eine Riesenrolle spielt.
00:07:10: Und daraus zu schärfen und weiterzuentwickeln war so der Startpunkt und da entwickeln wir uns definitiv immer weiter.
00:07:17: Dann fangen wir vielleicht mal an mit den... Produkten, ich habe es schon gesagt so ein bisschen.
00:07:21: Wir sind hier in der Chemieindustrie.
00:07:23: Das heißt wir haben mit Lacken und Beizen zu tun.
00:07:25: Wir haben mit Lösungsmitteln zu tun.
00:07:29: Und da sagt natürlich Jesus vielleicht sofort, der draußen keine Ahnung davon hat wie anspruchsvoll ihr in der Beziehung seid Mit jeder Sorge, das kann doch nicht irgendwie nachhaltig und gesund sein.
00:07:38: Wenn ich mit ihren bösen Lösungsmitteln arbeite, die auf die Gesundheit gehen oder vielleicht auch in die Luft gehen, in die Atmosphäre.
00:07:45: Vielleicht versetzen wir da mal erst an... Darüber habt ihr euch natürlich Gedanken gemacht ne?
00:07:48: Ihr macht Lacken wunderbare Produkte aber die auch halten sollen, die eine bestimmte Produktqualität haben müssen.
00:07:56: Aber eben auch nachhaltigt und nicht gesundheitsschädig sein soll.
00:07:59: Was ist da euer Ansatz?
00:08:02: Also erst mal ist es die frühe Erkenntnis gewesen, dass wir unheimlich viel am Standort machen können.
00:08:06: Aber wenn wir nicht auf die Produkte gucken das unser Hebel einfach viel zu gering ist und gibt's ja verschiedenste Methodiken wie man das auch analysieren kann und feststellen kann dann muss schon vielfach mit beschäftigt.
00:08:17: und das Produkt Sortiment das ist dann irgendwann einfach da.
00:08:20: und diese Veränderung des Produkt Sortiments ist ja auch nichts von heute auf morgen.
00:08:25: Da muss man auch viel danach arbeiten, dann kommen wir dann später wahrscheinlich noch mal zu.
00:08:28: aber das kritische Produkt ... Wir sind in der Chemie, habt ihr richtig festgestellt und da muss man natürlich erstmal vom Arbeitsschutz sauber mit umgehen also erstmals Schutz des Mitarbeitenden auf der einen Seite aber auch der Kunden.
00:08:39: die müssen auch sauber damit umgehen verstehen welche Risiken da sind.
00:08:43: Aber es zu vermeiden ist einer der vielen Grundsätze.
00:08:45: kann man was anderes einsetzen als lösemittelhaltige Lackung?
00:08:49: Und das ist halt vielfach möglich und in der Industrie in den allermeisten Bereichen, an die industriellen Verarbeitung in aller meisten Bereichen in Europa auch schon erledigt.
00:08:58: Das heißt es gibt fast keiner industriellen Verarbeiter mehr von lösemittelhaltigen Lacken in unserer Branche.
00:09:04: also alles was in Richtung Holzzimmerinntönen und Paket geht Und das ist alles umgestellt auf Wasser oder auf Lösemittelfreie Systeme schon vor vielen Jahren Im Handwerk sieht das anders aus.
00:09:15: Es ist ein wichtiger Markt für uns.
00:09:16: Also alles was so in Richtung schreiner Tischler geht Da ist der lösemittelheitige Lack ist das Produkt.
00:09:21: Das kennen alle, da wissen alle wie sie mit umgehen sollen und sind routiniert im Umgang auch mit den Gefahren.
00:09:28: Und daran zu arbeiten – das ist eigentlich die wesentliche Erkenntnis.
00:09:32: nicht nur das Produkt zu haben ein alternatives Produkt einen Wasserlack wo dann einfach die Lösemittel keine wesentlichen Rolle mehr spielen sondern an der Stelle zu arbeiten zu sagen hey es gibt Wasserlacke die können Fast alles, nicht alles aber fast alles.
00:09:47: und dann wirklich so diesen Begriff der Transformation.
00:09:50: Den ich manchmal mag und manchmal nicht so gerne mag, aber da wirklich zu schauen wie kriegt man es denn eigentlich hin das zu transformieren?
00:09:56: Dass immer mehr Handwerker sagen Joa!
00:09:59: Das machen wir auch.
00:10:00: Wenn wir diese Lösungsmittel die so giftig für uns und unsere Umwelt sind einfach ersetzen können Warum ist das nicht schon längst passiert?
00:10:07: warum macht das nicht jeder schon so?
00:10:09: Warum war das nicht vor fünfzig Jahren so?
00:10:11: Was waren die technischen Schwierigkeiten dabei?
00:10:14: und eine Folgefrage dazu?
00:10:16: Wie hat die Belegschaft, wie haben die Menschen das hier mitgetragen?
00:10:19: Haben sie gesagt, dass ist ne gute Idee.
00:10:21: Das finde ich.
00:10:23: sollten wir so weitermachen?
00:10:24: oder haben gesagt, nee, wir möchten bei unseren Leisten bleiben, weil wieder Schuster sagt und da haben wir kein Interesse daran.
00:10:32: Also intern war es wirklich so, dass wir innerhalb dieses Prozesses wo den Fokus auf Nachhaltigkeit gesetzt haben irgendwann die Frage von einem Mitarbeiter bekommen haben Wie lange wollt ihr noch warten?
00:10:42: Also es war wirklich ein echt markanter Anstoß aus der Belegschaft heraus.
00:10:46: Weil wir uns immer wieder Gedanken gemacht haben, ja eigentlich müssten wir und dann kam halt diese Frage wie lange wollt Ihr noch
00:10:52: warten?".
00:10:52: Und dann haben wir eigentlich gesagt okay, es gibt keinen Grund zu warten!
00:10:56: Wir sind Teil des Systems, wir können Veränderungen herbeiführen und lass uns das tun was möglich ist.
00:11:00: also das war wirklich so einen internen Kick.
00:11:03: und was dagegen spricht, dass ist eigentlich relativ einfach.
00:11:06: zur beantwortung des Traditiones.
00:11:08: Es gibt so viele Verarbeiter, die entweder schon mal schlechte Erfahrungen gemacht haben mit Wasserlacken der nullten und ersten Generation.
00:11:18: Die Technologie gibt es schon lange aber die waren noch nicht ausgereift.
00:11:21: viele haben vor zehn fünfzehn Jahren mal ausprobiert gesagt um Gottes Willen das geht gar nicht.
00:11:26: und dann probiere ich das auch nicht zum zweiten Mal.
00:11:29: und plus dieses paar Vorurteile sind schlechter sie sind teurer.
00:11:35: whatever dieses Paket aufzubrechen.
00:11:38: Das ist eigentlich unsere Vertriebsarbeit, die wir versuchen mehr und mehr in Vordergrund zu stellen.
00:11:43: Diese Reaktion wie lange wollt ihr noch warten?
00:11:46: Die ist klasse!
00:11:46: Die finde ich gut.
00:11:47: sie überrascht mich aber auch ein Stück weit denn ich weiß jetzt nicht von welchem Mitarbeitenden das gekommen ist aus welcher Stufe der Hierarchie oder der Stelle in der Produktion im Unternehmen generell von außen betrachtet, voll.
00:12:01: mir liegt es jetzt mal so.
00:12:03: Was ihr hier macht ist ja ein Riesenexperiment.
00:12:05: Ihr habt euch zum Ziel gesetzt das wo wir reden bis zu zwanzig dreißig komplett zu realisieren mit der Gefahr ja auch da und die Richtung möchte ich jetzt so ein bisschen dem Risiko dass der Markt das nicht möglicherweise nicht mitmacht.
00:12:19: Dass die Handwerker da vielleicht mal reden wie modern und transformativ unsere nachhaltige unserer deutschen Handwerkers sind.
00:12:27: aber Wenn es der Markt nicht mitmacht und ihr kriegt eure Lacke nicht verkauft, ist das in riesen Gefahr.
00:12:34: Und die Belegschaft, dass wäre jetzt meine Vermutung gewesen, sagt liebe Leute, wollen wir das wirklich machen?
00:12:39: Ihr seht doch draußen nicht!
00:12:40: Die Handwerker wollen das nicht!
00:12:41: Ihr setzt unsere Arbeitsplätze auf
00:12:43: Spielen?!
00:12:43: Nee!
00:12:44: Lieber Hannah, lieber Jens, da machen wir nicht mit!
00:12:47: Das ist uns zu
00:12:48: riskant!".
00:12:48: Also wir haben für uns auch noch in den internen Diskussionen festgestellt wie wichtig war dieses zeitliche Ziel auszusprechen Weil ohne das auszusprechen, hätten wir die ersten beiden Schritte, wo wir wirklich Produktsortimente, Teilsortimentes schon transformiert haben, mit mir niemals geschafft.
00:13:06: Die politische Lage hat sich geändert also der Fokus ist von Nachhaltigkeit auf Sicherheit gegangen.
00:13:12: Das wollen wir glaube ich nicht ausführen mit Ukraine-Krieg und so weiter.
00:13:16: Von daher schauen wir natürlich schon was ist realistisch erreichbar?
00:13:19: Und passen auch unsere Zielsetzung an weil wir natürlich keine Harakiri machen werden.
00:13:24: Aber dieses klare Signal, wir wollen das und wir wollen es zu einem bestimmten Zeitpunkt auch schaffen.
00:13:28: Das war total wichtig zu dem Zeitpunkt.
00:13:31: Wir haben das vor ein paar Monaten noch mal hinterfragt.
00:13:34: War das eigentlich klug das so zu tun?
00:13:35: Ja, das war klug!
00:13:37: Das werden wir wahrscheinlich, wenn wir nicht einfach den Markt im Wettbewerb überlassen wollen.
00:13:42: Wir wollen ja wirklich transformieren an der Stelle dann müssen wir halt noch weiter arbeiten.
00:13:46: da passen wir jetzt auch gerade überlegen wie die Ziele anpassen.
00:13:49: Die zeitlichen Ziele also nicht das ehemalige Ziel sondern das zeitliche Ziel um der Gesamtverantwortung weil es ist ja auch ein Verantwortungsthema auch in der Stelle gerecht zu werden.
00:13:57: und dem Grunde geht's dabei ja auch darum dass wir wollen nicht einfach das Produkt an den wettbewerk geben weil dann hat das Thema Nachhaltigkeit nicht wirklich einen Sinn.
00:14:07: dann stellen wir halt nur nachhaltigere Produkte her.
00:14:11: Aber der Wettbewerb halt eben nicht und deswegen muss es ja auch einen Umdenken im Markt geben, was aktuell von der Politik nicht wirklich unterstützt wird so wie Jens gerade gesagt hat.
00:14:24: aber intern ist es schon so.
00:14:26: jede Neu-Aquise, jede Entwicklung geht auf nachhaltige Systeme weg vom lösemittelhaltigen Produkten Und das ist ja schon dieser Change, der im Unternehmen stattgefunden hat und wo auch die Mitarbeitenden mitgehen.
00:14:42: Und diesen Weg begleiten.
00:14:44: Das heißt es ist doch nicht wirtschaftlich bis jetzt bestraft worden dafür?
00:14:47: Wir haben in der ersten Phase aber natürlich auch die Testphase bei Teilsortimenten gemerkt dass es Kunden gibt, die sagen dann kaufe ich's halt voran.
00:14:57: Das haben wir aber aushalten können, weil es kleine Segmenten waren.
00:14:59: Aber diese Phase war für uns wirklich um die Prozesse zu üben hier intern.
00:15:02: Weil das Ortimente auszuschleusen ist auch nicht mal eben gemacht.
00:15:05: Da muss man viele Dinge berücksichtigen und das war sehr wertvoll.
00:15:10: bestraft worden sind wir nicht, weil wir natürlich auch weiterhin das tun was die Märkte nachfragen.
00:15:17: Wir lassen halt nicht locker – das ist glaube ich das Wichtige!
00:15:19: Also wir lassen in unserer Marktkommunikation nicht locker zu sagen Hört auf, es geht.
00:15:25: Es gibt keinen wirklichen Grund, das nicht zu tun und da bleiben wir einfach
00:15:29: hart.".
00:15:30: Das ist ja schon mutig dann einem Kunden zu sagen, nee, dann macht das bitte mit wem anders?
00:15:35: Mit uns nicht!
00:15:35: Wir wollen unsere nachhaltigen Produkte verkaufen.
00:15:38: Euren Kram könnt ihr woanders bekommen.
00:15:40: – sehr lobgesagt.
00:15:42: Was war denn die mutigste Entscheidung auf dem Weg?
00:15:45: wenn man jetzt von Anfang bis Heute denkt, war das die Investition in Entwicklungslaborer?
00:15:52: In zusätzliche Stellen.
00:15:53: War das die Ausgabe des zeitlichen Horizons mit zwanzig dreißig?
00:15:57: Was hat am meisten Mut gefordert von der Geschäftsführung?
00:16:01: Also ich würde sagen diese zeitliche Orientierung war ein wesentliches Thema aber auch die Tatsache an sich wenn wir in die Marktlandschaft reinschauen dann gibt es diese Wasserlage gibt's auch schon länger.
00:16:12: Aber wirklich zu sagen jetzt packen wir es an Und wir nehmen auch Risiken in Kauf, das war schon eine mutige Entscheidung.
00:16:20: Wie gesagt die politischen Rahmenbedingungen haben wir natürlich versucht mitzudenken.
00:16:24: der Green Deal in Europa da steht schon ganz schön viel drin was eigentlich auf dass einzahlt was wir vorantreiben.
00:16:31: Das wird jetzt nur dummerweise gerade aufgeweicht aus guten oder schlechten Gründen sei mal dahin gestellt und das Thema Farbe und Lacke war tatsächlich auch wenn man da ganz tief in den Unterlagen eintaucht auch hatten recht prominenten Platz gehabt.
00:16:44: Und da jetzt, ich sag mal eine Sicherheit rauszuentwickeln, es kommt eine regulative Unterstützung.
00:16:51: Da bin ich mittlerweile von weg.
00:16:53: also vor vier Jahren habe ich gesagt, da kommt was aber da kommt jetzt nichts und dem müssen wir halt auch gerecht werden an der Stelle.
00:16:59: Wir haben gerade geredet ihr müsst Überzeugungsarbeit leisten sagt wir bleiben dran.
00:17:05: Jetzt nehme ich meine Frage vorhin doch mal auf Wie flexibel ist denn der gute deutsche Tischlermeisterin?
00:17:13: Wenn ihr mit ihnen darüber redet, geht doch mal von euren Traditionen weg und guckt euch einfach die Fakten an.
00:17:19: Der Lack ist genauso gut wie den ihr seit den letzten zwanzig, dreißig Jahren benutzt habt.
00:17:24: also gehen die auch mit in die neue Zeit die Handwerker oder müssen wir den vielleicht mal eine Sonderfolge unseres Podcasts.
00:17:31: Das wäre vielleicht eine ganz gute Idee, ich würde es so formulieren da wo wir direkt Kontakt haben weil wir ja nicht jeden Schreiner direkt beliefern sondern auch über Händlerstrukturen noch arbeiten und da haben wir schon sehr sehr gute Möglichkeiten wirklich Überzeugungsarbeit zu leisten bis hin zur Vorführung vor Ort im Kunden wirklich zu zeigen wie einfach das in der Verarbeitung ist dass es keine wirklich große Umstellung ist in den Prozessen Je weiter weg die Kunden von uns sind als Hersteller und je kleiner sie auch werden, weil da der Kontakt noch schwieriger wird.
00:18:03: Da wird es schon wirklich schwierig.
00:18:05: Dann sind wir ein Stück weit darauf angewiesen dass unsere Handelspartner die gleichen Gene mit sich tragen das auch dementsprechend als wichtig erachten.
00:18:14: Und dann gibt's halt gute und nicht so gute Bezogen auf diese Genfrage.
00:18:18: natürlich sind es trotzdem wertvolle Partner aber Der eine springt da mehr drauf als der andere.
00:18:23: Also die kleinen Handwerker in der Fläche zu erreichen, das ist wirklich ne große Herausforderung.
00:18:28: Ja absolut!
00:18:30: Dann noch mal eine Frage zu den Zielen.
00:18:32: Es gibt das Ziel «Zwanzig dreißig», aber auch vielleicht wenn man jetzt noch weiter darüber hinaus denkt wie sieht erstmal das Ziel für «zwanzig treißig» hässeligen Aal aus?
00:18:41: Was ist alles lösungsmittelfrei?
00:18:44: Welche neuen Produkte müssen noch entwickelt, welche technologischen Hürden vielleicht überkommen werden?
00:18:50: und wird es irgendwann eine komplett lösungsmittelfreie Lack- und Beizwirtschaft geben?
00:18:57: Wie sieht das aus?
00:18:58: Also fangen wir nochmal mit dem zeitlichen Ziel an.
00:19:01: Das werden wir nicht schaffen, um es auch ganz deutlich zu sagen.
00:19:03: Das ist jetzt auch ein interner Konsens, auch mit denjenigen die diese Frage gestellt haben.
00:19:09: Ich kann da nur kurz darauf eingehen, weil tatsächlich kein Mitarbeiter aus einer Führungsebene sondern ein Mitarbeiter aus einem Produktmanagement der diese Frage gestellt hat, wie lange wollt ihr noch warten?
00:19:19: Also da haben wir Konsens, dass wir das auch verlängern werden.
00:19:21: dieses Ziel.
00:19:22: Und die Rahmenbedingungen, die ich mir da wünschen würde, wäre tatsächlich Regulation.
00:19:26: Dass irgendwann wirklich ein Haken dran gemacht wird.
00:19:28: hier gibt es technische Alternativen also kann man das auch transformieren.
00:19:34: Wir sind immer noch in Europa unterwegs, das dürfen wir auch nicht vergessen und auch Europa macht in den einzelnen Regionen Unterschiede.
00:19:40: So ganz so vereinheitlich ist es dann auch nicht.
00:19:44: Also es ist schon noch eine ziemliche Strecke, die wir da gehen müssen.
00:19:46: Im außereuropäischen Ausland wird das auch nochmal schwieriger weil da einfach dieses Nachhaltigkeitsthema nicht so groß geschrieben wird wie wir das hier ne Zeit lang in Europa hatten.
00:19:56: also um die Frage konkret nochmal zu beantworten das zeitliche Ziel Es ist unrealistisch, dass werden wir nicht erreichen.
00:20:02: aber die technischen Herausforderungen die wir noch haben Das wäre der zweite Teil der Frage sind einzelne wenige Produkte wo es wirklich noch eine technologische Herausforderung gibt.
00:20:12: Da sind die Laboratorien dran.
00:20:13: Was für Produkte sind das konkret?
00:20:15: Ja, es
00:20:15: ist eigentlich nicht das Produkt sondern das Ergebnis.
00:20:17: Einen Hochglanz Küchenfront zu lackieren mit Wasserlack ist deutlich komplexer als beim Lösenmittellack.
00:20:22: also da... Das geht.
00:20:23: aber die Verarbeitungsfenster sind zu schmal und das ist dann für viele Verarbeiter auch nicht leistbar.
00:20:31: Also bei einzelnen Anwendungsfällen gibt's Herausforderungen.
00:20:36: Die normale Tischschrank-Fußbodenlackierung ist alles erledigt, aber die Spezialfälle sind teilweise noch sehr, sehr herausfordernd an der Stelle.
00:20:43: Und da sind die Laboratorien dran und dann gibt es eine Produktroadmap was als nächstes daran kommt wo die entsprechenden Produkte entwickelt werden.
00:20:52: Genau das sind so die Herausforderungen auf der anwendungstechnischen Ebene und die Transformationshindernisse, die wir gerade ja schon besprochen haben.
00:20:59: Da hoffen wir auch Mitstreiter also jetzt nicht nur von der regulativen sondern auch von unseren Wettbewerbern dass sie das auch mitgehen.
00:21:09: Ich habe mir noch mal die Zahlen rausgesucht, dass man für einen Linkenbeitrag ausgerechnet.
00:21:14: Also wenn das weltweit gelingen würde alle lösemittelhaltigen Lacke tatsächlich auf Wasserlacke umzustellen.
00:21:20: dann reden wir von dem Impact.
00:21:21: Das ist ungefähr die Größenordnung vom internationalen Luftverkehr bezogen auf die CO-Zweibelastung.
00:21:27: Aber das ist schon ein richtig großes Thema und das können wir als Hesse alleine nicht schaffen und deswegen halt auch der Appell an unsere Mitstreiter da einfach auch konsequenter zu sein.
00:21:39: Also
00:21:39: dass wir eher ein Thema für den weiteren Horizont über zwanzig, dreißig hinaus?
00:21:43: Genau.
00:21:44: Du hattest früher mal gesagt das die eine Seite ist denn die Produkte es andere die Prozesse und das was ihr hier am Standort jetzt in Bockum-Höfel macht.
00:21:51: Was sind das für Dinge wo du sagst auch das darin dokumentiert sich unsere ja unserer auch unsere Enkelenkelfähigkeit die wir als Familienunternehmen unbedingt haben wollen.
00:22:01: Also im Prinzip das Thema Nachhaltigkeit denken wir auch schon länger.
00:22:06: Wir haben in den letzten Jahren, seitdem sind wir ISO-zertifiziert in Umwelt und Energie.
00:22:13: Seitdem beschäftigen wir uns natürlich extrem dann auch am Standort damit und dazu zählen – wir haben vor zwei Jahren eine PV Anlage gebaut mit über ein bis fünf Megawatt Peak.
00:22:26: Wir haben eine Pellet-Heizung, um vom Öl immer mehr wegzukommen und vom Gas.
00:22:33: Mittlerweile wird fast jeder Dienstwagen elektrifiziert geließt.
00:22:38: wir haben am Standort vierundvierzig Ladepunkte sowohl für die Dienstwagen als auch für unsere Mitarbeitenden, die dann natürlich über die PV Anlage geladen werden.
00:22:49: Und dann geht es natürlich Mengen von Entsorgung, also dass man sich wirklich Prozesse anguckt.
00:22:57: Produktionsabbrüche das die verhindert werden irgendwelche Ausschussmengen reduziert um so das ganze Thema Umwelt und Energie immer weiter voranzubringen.
00:23:11: Gut
00:23:11: dann würde ich zu unserem letzten Tagesordnungspunkt überkommen der Frage die ich immer am Ende unseres Podcast stelle.
00:23:19: es geht ein bisschen in die Richtung was andere Unternehmen vielleicht von euch lernen können.
00:23:24: Und ich fange vielleicht bei Hannah an die Abschlussfrage, wenn du unseren Hörerinnen und Hörern ein Gedanken aus deiner Arbeit bei Hässelignal oder aus diesem Podcast mitgeben könntest?
00:23:35: Welcher wäre das?
00:23:36: Im Grunde geht es darum anzufangen!
00:23:39: Also es ist egal, ob man beim Produkt am Standort anfängt bei den Prozessen anfängt aber irgendwo muss man mit anfangen oder ich denke irgendwo muss mal mit anfingen und man kann's niemandem anders überlassen sondern die Unternehmen müssen sich damit beschäftigen.
00:23:55: Und wer nicht startet der wird auch nicht das Thema weiter verfolgen können.
00:24:00: Genau wann wollt ihr anfangen?
00:24:02: Ja, mein Tipp wäre an der Stelle sich eine gewisse Systematik auch zu geben.
00:24:07: Also wir haben mit den UN-Nachhaltigkeitszielen tatsächlich auch einen kleinen internen Workshop gemacht und geschaut welche sind eigentlich für uns relevant?
00:24:14: Wie definieren wir das für uns?
00:24:15: Das ist eigentlich ein relativ einfacher Übung aber das Ziel dieser Übung ist die Mitarbeitung einfach mitzunehmen.
00:24:21: also es ist jetzt nicht hier irgendwie hoch... Die Geschäftsführung hat entschieden wir machen jetzt eine PV Anlage sondern das hat ne Ursechlichkeit und die UN Nachhaltigkeit Ziele.
00:24:29: die eignet sich da hervorragend für relativ schnell einen kleinen mini workshop mit kreieren und sagen, okay was können wir denn beeinflussen?
00:24:36: Wo sind unsere größten Hebel?
00:24:38: Und dann hat es eine Ankapung.
00:24:39: Dann ist das ein größeres Thema eingebunden und dann kann man Maßnahmen zuordnen und kann da auch Geschichten darüber erzählen und nicht nur einfach Wir haben hier etwas gemacht oder haben da etwas gemacht.
00:24:48: also eine gesichene gewisse Systematik geben glaube ich ist auch ganz hilfreich.
00:24:51: Das ist ne gute Ergänzung!
00:24:53: Und dann würde ich sagen Dankeschön dass wir zu Gast sein durften bei euch.
00:24:57: Vielen Dank
00:24:58: Ja, ich bedanke mich auch.
00:25:00: Danke euch aber drücke euch auch weiterhin die Daumen!
00:25:03: Ich hatte das schon für ein Experiment, ein traditionreiches Unternehmen zu transformieren und die ganze Belegschaft mitzunehmen, die ja auch offensichtlich selbst inspirativ für euch ist.
00:25:14: Und nachdem so wie ihr wirkt glaube steht ihr voll dahinter und seid gute Dinge, dass ihr wenn auch vielleicht mit einem bisschen zeitlichen Versatz diese Ziel erreicht.
00:25:25: Und das wäre super toll!
00:25:26: Wenn ihr die Branche ... Ihr seid ja nicht der Branchen-Riese der Marktführer aber die anderen auch zum Umdenken bewegen könnt und sie mitziehen.
00:25:35: Denn das ist ja ein Ding was du gerade gesagt hast so viel wie der Luftverkehr insgesamt an CO² damit einsparen zu können.
00:25:41: Das ist eine Hausnummer.
00:25:42: deswegen wünsche ich hier in Hamburg im Höfel euch viel Erfolg.
00:25:46: Vielen
00:25:46: Dank
00:25:48: Das war Fünf vor Grün.
00:25:49: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:25:50: Wenn du Interesse an dem Thema
00:25:52: hast und ein Teil
00:25:52: davon werden möchtest, dann melde dich gerne bei uns über LinkedIn oder auf regionwestfalen.de.
00:25:58: Dieser Podcast wird präsentiert von Indiregion Westfalen
00:26:01: – das ist ein Kooperationsprojekt
00:26:03: der Wirtschaftsförderungen aus
00:26:04: den Regionen
00:26:05: Hagen, Hamm, Bochum, Dortmund
00:26:08: und dem
00:26:08: Kreis Brunner und wird realisiert durch Förderung des europäischen Funds EFRE NRW und dem Land NRW.
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